Gefütterte Füchse können zur Plage werden

Unsere heimischen Wildtiere nutzen den Lebensraum gemeinsam mit den Menschen und den Haustieren. Dabei sind gewisse Vorsichtsmassnahmen und Verhaltensregeln zu beachten.

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Der sogenannt «gefährliche Fuchsbandwurm» ist ein ziemlich häufiger Parasit im Dünndarm von Füchsen, seltener von Hunden und Katzen. Im Kot von Füchsen und anderen Endwirten ausgeschiedene Bandwurmeier werden von Nagetieren aufgenommen, In diesen «Zwischenwirten» entwickelt sich ein tumorähnlich wachsendes Stadium des Bandwurmes. Werden befallene Zwischenwirte von Füchsen, Hunden oder Katzen verzehrt, ist der Entwicklungszyklus geschlossen. Auch der Mensch kann sich zufällig an Eiern des Fuchsbandwurmes infizieren und an dieser Infektion erkranken.
Vorsichtsmassnahmen: Waldfrüchte (Beeren, Pilze, usw.), Gemüse, Salat und Fallobst vor dem Verzehr gründlich waschen und wenn möglich kochen. Im Weiteren wird empfohlen, Haustiere beim Tierarzt regelmäs­sig mit den üblichen Schutzimpfungen zu versorgen. Bei der Jagd erlegte oder tot aufgefundene Füchse nur mit Plastikhandschuhen anfassen und die Tiere für den Transport in Plastiksäcken verpacken.
Der Fuchs ist nach wie vor sehr verbreitet. Er lebt nicht nur im Wald und in ländlichen Gebieten, sondern hat seinen Lebensraum auf dichtbesiedeltes Gebiet ausgeweitet. Insbesondere im Frühjahr und Sommer, wenn viele Jungfüchse dazu kommen, sind die Tiere zahlreich anzutreffen. Die Zutraulichkeit der Jungtiere darf nicht falsch verstanden werden, denn die Welpen drängen dazu, neugierig möglichst viel zu erkunden. Auf den Pirschgängen sucht der Fuchs nach allem was für ihn schmackhaft ist. Sein Speisezettel ist reichhaltig und beinhaltet Mäuse, Obst, Beeren, Jungvögel, Käfer sowie organische Speiseresten jeglicher Art. Der Fuchs ist somit oft bei Müllcontainern und Komposthaufen anzutreffen. Daher sollten Müllsäcke nicht bereits am Abend vor der Müllabfuhr ins Frei gestellt werden.
Der Fuchs findet genügend Nahrung, deshalb bittet die Jagdverwaltung die Bevölkerung dringend, auf das Auslegen von Nahrung unbedingt zu verzichten. Durch die zusätzliche Fütterung wird die Zutraulichkeit gefördert. Dadurch können die Tiere rasch zur Plage werden. Die Organe der Jagdaufsicht kommen dadurch in eine problematische Situation. Während die einen Leute den kompromisslosen Abschuss der «lästigen» Tiere fordern, haben wiederum andere Personen kein Verständnis für diese Massnahme.

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  • Symbolbild: bigstock