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Geborgenheit ab Geburt pflegen und fördern

«paliative ostschweiz vorderland ar» lud am Freitag zum Weiterbildungsreferat  «Geborgenheit im Leben und Sterben» ein.

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Am Freitagabend sprach Anton Bucher, Theologieprofessor an der Universität Salzburg, auf Einladung des «paliative ostschweiz vorderland ar» sowie der evangelischen Kirchgemeinden Reute-Oberegg und Wolfhalden zum Thema «Geborgenheit im Leben und im Sterben». Fazit: Geborgenheit ist in jedem Alter existentiell wichtig. Dieser von Georg Büchner als «ein süsses Gefühl unendlichen Wohlseins» beschriebene Zustand sollte vor allem auch bei Babys und Kindern ganz besonders beachtet und gestärkt werden.

Weil ein Kind die ursprüngliche Gabe des Vertrauens hat, muss diese unbedingt gepflegt werden mittels Verlässlichkeit, Augenkontakt oder etwa häufigem Getragen werden. Es gilt immer wieder Sicherheit in Verbindung mit menschlicher Wärme zu spenden. Freundschaften, Familie, Partnerschaft, Umarmungen und ein wohnliches Zuhause verstärken das Geborgenheitsgefühl. Mit zunehmendem Alter werden die Werte Sicherheit, Wohlbefinden und Erotik unwichtiger, sich wohnlich zu Hause fühlen, Familie, Zufriedenheit und Kirche jedoch umso prägender. Konstant bleibt das Bedürfnis, irgendwo dazuzugehören, sei diese ein Verein, eine Interessensgemeinschaft oder ein Stammtisch.

Geborgenheitsgefühle ermöglichen eine verbesserte Entspannung, bauen somit Stress ab und führen zu besseren kardiovaskulären Werten sowie stabilem Diabetes mellitus. Ungeborgenheit auf der anderen Seite fördert Unsicherheit, Furcht und Angst, Liebeskummer, Trauer sowie Heimweh. Aus diesem Grund wäre ein erstrebenswertes aber nicht leichtes Fernziel, dass sich der Mensch in sich selber zufrieden fühlen würde.

Spirituell betrachtet spendet Geborgenheit eine Verbundenheit mit allem, mit sich selbst durch Achtsamkeit und Meditation, mit der Natur, dem Kosmos sowie einem höheren geistigen Wesen, dessen Namensgebung für die Geborgenheit selbst zweitrangig ist. Entscheidend ist der Glaube daran. Diese Verbundenheit mit im Christentum einem göttlichen Wesen, kann im Sterbeprozess Geborgenheit stiften, ebenfalls mit der jeweiligen Religion verbundene Rituale, in unseren Breitengraden etwa dem Beten. Bucher zeigte sich überzeugt, dass niemand alleine sterben sollte. Manchmal genüge eine empathische Präsenz, ein Händehalten oder -streicheln. Aus ganzem Herzen zu danken oder zu vergeben könnten ebenfalls heilsam sein, nicht nur am Sterbebett sondern auch im Leben, denn eine Kultur der Dankbarkeit erhöhe die Lebenszufriedenheit.

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