FDP verabschiedet alt Regierungsrat Signer

In Anwesenheit von Bundesrätin Karin Keller-Sutter, alt Bundesrat Hans-Rudolf Merz, Ständerat Andrea Caroni, den amtierenden und ehemaligen FDP-Regierungsräten und zahlreichen Mitgliedern verabschiedete die FDP-AR ihren Regierungsrat Paul Signer beim FDP-Sommerfest in Urnäsch.

  • Matthias Tischhauser (Kantonsrat, Nationalratskandidat), Monika Gessler (Präsidentin FDP AR), Hans-Rudolf Merz (alt Bundesrat), Bundesrätin Karin Keller-Sutter, Paul Signer (alt Regierungsrat) und Ständerat Andrea Caroni (von links) beim FDP-Sommerfest. (Bild: zVg)

    Matthias Tischhauser (Kantonsrat, Nationalratskandidat), Monika Gessler (Präsidentin FDP AR), Hans-Rudolf Merz (alt Bundesrat), Bundesrätin Karin Keller-Sutter, Paul Signer (alt Regierungsrat) und Ständerat Andrea Caroni (von links) beim FDP-Sommerfest. (Bild: zVg)

Signer beendete Ende Mai 2023 seine lange Karriere, die als Rektor des Berufsbildungszentrums Herisau (1991-2004), Einwohnerrat (1993-2004), Einwohnerratspräsident (2003/2004) und Gemeindepräsident von Herisau (2004-2013) begann und ihn über den Kantonsrat (2007-2013) im Jahr 2013 in den Regierungsrat führte. Paul Signer ist Herisauer durch und durch und er hat sich bis zu seinem Ausscheiden während 30 Jahren mit Herzblut für seine Gemeinde und seinen Kanton engagiert.

Die FDP-Präsidentin, Monika Gessler, würdigte Paul Signer als ruhender Pol, der mit seinem ausgleichenden Wesen zur Stabilität und Kontinuität in der Regierung beigetragen hat – und dies, trotz Krisen und grossen Herausforderungen. Gewürdigt wurden insbesondere seine Dossier Sicherheit, seine sehr gute Sitzungsführung, insbesondere als Präsident der heterogenen 30-köpfigen Verfassungskommission und seine umsichtige Finanzpolitik. Nicht umsonst wurde Appenzell Ausserrhoden gemäss Freiheits-Index von Avenir Suisse im Jahr 2022 als freiheitlichster Kanton der Schweiz gewürdigt.

Bezugnehmend auf den Reformer Emil Oesch (1894-1974): «Nicht gegen, sondern für etwas kämpfen! Nicht gegen, sondern für etwas sein!» betonte die Präsidentin das Wirken von Paul Signer, welches sinnbildlich für den Ausserrhoder Freisinn steht: Zukunftsgerichtet, offen, pragmatisch und konstruktiv. Im Wissen darum, dass es keine Konstanz im Leben oder in der Politik gibt und Veränderungsbereitschaft unabdingbar ist, besass Paul Signer einen Sinn für das Mögliche und Machbare. Mit ihm verliert Appenzell Ausserrhoden einen seiner bekanntesten Politiker.

Besuch von Keller-Sutter

Die Vorsteherin des Eidgenössischen Finanzdepartements, Karin Keller-Sutter, war beim Sommerfest der FDP Appenzell Ausserrhoden in Urnäsch auch dabei. Das Fest stand, neben dem Abschied von Paul Singer, ganz im Zeichen der Finanzpolitik und des Appenzell Ausserrhoder Unternehmertums.

Innovativ, sozial engagiert und mit grosser Offenheit für die Chancen der erneuerbaren Energien. Die FDP-Mitglieder erhielten einen Einblick in ein Appenzeller Vorzeigeunternehmen. Der Blick hinter die Kulissen des Produktionsbetriebs in Urnäsch ist beeindruckend, so das Fazit.

Weltweite Aufmerksamkeit der anderen Art verursachte die Krise der Grossbank Credit Suisse, wie Keller-Sutter bemerkte. Im Gespräch mit Kantonsrat und Nationalratskandidat Matthias Tischhauser gab die Finanzministerin einen Einblick in die herausfordernde Zeit der Krisen, in die politische Kultur der Schweiz und in ihren Alltag als Bundesrätin.

Eidgenössische Wahlen am 22. Oktober

Philipp Kessler, Kantonsrat und Präsident der Jungfreisinnigen Appenzell Ausserrhoden, ermöglichte den Anwesenden einen Einblick in den Politbetrieb in Bern und in den Wahlkampf-Alltag. Im Gespräch mit Ständerat Andrea Caroni und Kantonsrat / Nationalratskandidat Matthias Tischhauser wurde die Bedeutung der Kommissionsarbeit und der überparteilichen, überregionalen Zusammenarbeit verdeutlicht, sowie die Unterschiede der zwischen der kleinen und grossen Kammer aufgezeigt.

4
25

Weitere Artikel

  • Reka Elisabeth Frischknecht zVg

Schreibe einen Kommentar