Vielen Frauen das maschinelle Nähen beigebracht

Heidy Weingart-Elmer feierte am 13. Juli im Kreise ihrer Angehörigen und Freunde das hundertste Wiegenfest. Die Jubilarin ist die älteste Wolfhäldlerin.

  • Heidy Weingart-Elmer, Wolfhalden, feierte am 13. Juli bei guter Gesundheit den 100. Geburtstag. (Bild: Peter Eggenberger)

    Heidy Weingart-Elmer, Wolfhalden, feierte am 13. Juli bei guter Gesundheit den 100. Geburtstag. (Bild: Peter Eggenberger)

Heidys Eltern führten am Kirchplatz von Wolfhalden das Restaurant «Rössli», wo der Vater zudem eine Spenglerei betrieb. Nach den obligaten Schuljahren zog es die unternehmungslustige Tochter nach Genf, wo sie in einer Familie als Mädchen für alles wirkte und französisch lernte. 1942 kehrte die 19-jährige nach Wolfhalden zurück, um eine kaufmännische Arbeit anzunehmen. Gleichzeitig half sie ihren Eltern im «Rössli».

Nähmaschinen-Instruktorin

1945 zog es sie in den Aargau, wo sie 1946 Walter Weingart kennen lernte und heiratete. Dem Ehepaar wurden drei Kinder geschenkt. Nebst der Familienarbeit half Heidy ihrem Gatten in seiner in Reinach AG ansässigen Druckerei. Später absolvierte die sprachgewandte Appenzellerin in der Nähmaschinenfabrik Elna in Genf eine Ausbildung zur Nähmaschinen-Instruktorin, und in dieser Eigenschaft führte sie zahlreiche Frauen ins maschinelle Nähen ein.

Rückkehr ins Appenzellerland

Mit ihrem Gatten kehrte Heidy 1990 nach Wolfhalden zurück und bezog im Unterlindenberg ihr heutiges Haus. Hier engagierte sie sich in der Seniorenarbeit, die sie nach dem Tod von Walter (1994) weiterführte. Heute freut sich die vielseitig interessierte Seniorin über Kontakte aller Art, und unter anderem gehört die Teilnahme am monatlichen Seniorenessen zu ihren geschätzten Fixpunkten.

9
1

Weitere Artikel

Schreibe einen Kommentar