Forstwart-Lernende stellen Rekordvernissage vor

Dieses Jahr stellten Forstwart-Lernende ihre Herbarien-Projekte wieder im Berufsbildungszentrum Herisau (BBZ) aus. Nach zwei Jahren war die Vernissage wieder in gewohntem Rahmen möglich.

  • Der drittplatzierte Adrian Frischknecht zeigt einem Zuschauer sein Werk. (Bild: Helena Städler)

    Der drittplatzierte Adrian Frischknecht zeigt einem Zuschauer sein Werk. (Bild: Helena Städler)

  • Die besten Arbeiten präsentierten Adrian Frischknecht, Justin Löhrer und Ramon Eggenberger (von links). (Bild: zVg)

    Die besten Arbeiten präsentierten Adrian Frischknecht, Justin Löhrer und Ramon Eggenberger (von links). (Bild: zVg)

  • Justin Löhrers Projektarbeit überzeugte nicht nur die Wettbewerbsjury, sondern auch das Publikum. (Bild: Helena Städler)

    Justin Löhrers Projektarbeit überzeugte nicht nur die Wettbewerbsjury, sondern auch das Publikum. (Bild: Helena Städler)

25 angehende Forstwarte präsentierten am Donnerstagabend ihre Herbarien sowie Waldpflanzensammlungen im BBZ Herisau. Laut Gerhard Ziegler, Leitung Fachbereich Forstwart/-in, handelte es sich dabei um eine Rekordvernissage, noch nie wurden so viele Arbeiten eingereicht. Die Projektarbeit dient den angehenden Forstwarten in erster Linie dazu, die regionalen Pflanzen sowie deren Bestandteile besser kennenzulernen. Innerhalb von 19 Monaten mussten die Lernenden insgesamt 120 Pflanzenteile sammeln, konservieren, ausstellen und anschliessend mittels eines kurzen Videoclips präsentieren. Pro Pflanze ist eine Sammlung von 16 Bestandteilen möglich. Dazu gehören unter anderem Samen, Rinde, Zweige, Blätter oder Blüten.

Dieses Jahr sammelten die angehenden Forstwarte insgesamt 3298 Pflanzenteile. Dies entspricht einer durchschnittlichen Sammlung von 132 Pflanzenbestandteilen pro Lernender. Dabei wurden lediglich 39 Teile falsch bestimmt. Diese sehr niedrige Fehlerquote spiegelte sich auch bei der Notenvergabe wieder. Die Durchschnittsnote lag bei 5,6. «Diese Projekt-Arbeit verbindet diverse Aspekte. Die Lehrlinge sollen sich nicht nur mit den Pflanzen vertraut machen, sondern auch lernen, wie man eine Struktur in eine Arbeit einbringt», so Gerhard Ziegler. Zudem würde die Projektarbeit die Eigeninitiative der Lernenden fördern. Auch der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt.

Von strukturierten Lernordnern bis hin zu selbstgeschreinerten Tischen, Schuhkästchen oder Holzhäuschen waren diverse Präsentationsobjekte vertreten. Diese Kreativität wurde dementsprechend auch belohnt. Im Rahmen einen BBZ-internen sowie eines Publikumswettbewerbs wurden sämtliche Herbarien prämiert. Dabei belegte Justin Löhrer den ersten Rang, Ramon Eggenberger den zweiten und Adrian Frischknecht den dritten Platz. Auch die restlichen 22 Lernenden gingen nicht leer aus – dank zahlreichen Sponsoren konnte jeder Lernender einen Preis abstauben.

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