Flüchtlingskinder auf Osternest-Suche

Am Mittwochnachmittag herrschte im Klostergarten Appenzell ein fröhliches Gewusel: 40 Flüchtlingskinder versuchten herauszufinden, wo der Osterhase die süssen Nestchen versteckt haben könnte. Organisiert wurde diese unbeschwerte Suchaktion von den Verantwortlichen des Asylzentrums Appenzell.

  • Im Klostergarten wartete manche süsse Überraschung auf ihre Entdeckung. (Bilder: Rosalie Manser)

    Im Klostergarten wartete manche süsse Überraschung auf ihre Entdeckung. (Bilder: Rosalie Manser)

«Osterhase? Wer ist das?» – Mit dieser Frage sahen sich Esther Hörnlimann und ihr Team konfrontiert, als sie ihren Schützlingen des Asylzentrums Appenzell eröffneten, dass diesen Mittwoch ebendieser ominöse Osterhase im Klostergarten vorbeischaut. «Er gehört nicht zu den ukrainischen, syrischen, eritreischen oder türkischen Ostertraditionen. Nichts desto trotz wollten wir den vierzig Flüchtlingskindern, die momentan in Appenzell leben, ein wenig Ablenkung von den Kriegswirren in ihren Heimatländern bereiten und ihnen ein wenig Einblick in unsere österlichen Traditionen geben», so Esther Hörnlimann, die seit 1. März die Leitung des Asylzentrums Appenzell verantwortet.

Die 40 Kinder waren sofort Feuer und Flamme, als es darum ging, die im Klostergarten versteckten Nestchen und Stofftierhasen aufzuspüren. Letztere wurden im Rahmen des Beschäftigungsprogramms von geflüchteten Frauen genäht. Im Anschluss an die Nestsuche sorgte auch die Verlosung von gespendeten Velos für Begeisterung. «Im Sinne der Gleichbehandlung stellen wir jeweils sämtliche Sachspenden allen unseren Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung, gleichgültig aus welchem Land sie stammen», betont Esther Hörnlimann.

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