Finanzierung eines autarken Alarmierungssystems für Feuerwehr

Der Kanton Appenzell Innerrhoden beteiligt sich hälftig an den Investitions- und Wartungskosten für die Installation eines autarken Alarmierungssystems für die Feuerwehren im Kanton.

  • Die Alarmierung der Feuerwehr soll auch ohne Mobiltelefon funktionieren. (Bild: Hans Ulrich Gantenbein)

    Die Alarmierung der Feuerwehr soll auch ohne Mobiltelefon funktionieren. (Bild: Hans Ulrich Gantenbein)

Die Kantonale Notrufzentrale bietet Rettungskräfte auf, wenn bei ihr eine Notfallmeldung oder ein Alarm eingeht. Kann die Kantonale Notrufzentrale wegen technischer Störungen, Stromausfalls, Cyberangriffs oder dergleichen über das Mobiltelefon nicht erreicht werden, funktioniert die Alarmierung nicht. Die Feuerwehr kann beispielsweise im Brandfall nicht über die Kantonale Notrufzentrale alarmiert werden. Ein in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden, St.Gallen und Graubünden in Betrieb stehendes autarkes Alarmierungssystems soll hierbei Abhilfe schaffen.

Dieses System ermöglicht die Alarmierung der Feuerwehr mittels Knopfdruck in einer Notalarmbox. Dies löst über die bestehenden Funkantennen an den Feuerwehrstandorten einen Pageralarm bei den Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen aus, die in der Folge ins Depot einrücken und im Anschluss den Brand zu bekämpfen versuchen. Bei einem anderen Ereignis nehmen die Angehörigen der Feuerwehr über Funk mit der Kantonalen Notrufzentrale Kontakt auf. Diese kann dann wiederum per Funk die notwendigen Einsatzkräfte wie Sanität oder Polizei aufbieten.

Bei einem Stromausfall von mehr als 15 Minuten setzt das System ebenfalls einen Pageralarm ab. Auch hier rückt eine vorher dafür bestimmte Gruppe von Feuerwehrangehörigen ins Depot ein und stellt für die Bevölkerung über Funk die Verbindung zur Kantonalen Notrufzentrale sicher, bis das Mobilfunknetz wieder funktioniert.

Die Standeskommission genehmigte auf Vorschlag der kantonalen Feuerwehrkommission eine Beteiligung des Kantons Appenzell Innerrhoden an der Finanzierung des autarken Alarmierungssystems mit 50 Prozent der Investitions- und Wartungskosten, wie aus einer Mitteilung hervorgeht. Der Kanton leiste einen einmaligen Gesamtbeitrag von 54‘739.15 Franken und übernehme wiederkehrende jährliche Wartungskosten von 826 Franken, heisst es im Schreiben abschliessend.

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