Faule Teenager und ein tollpatschiger Ehemann

Am Nachmittag des 26. Dezember hat die Theatergruppe der Landjugend Appenzell mit dem Stück «Feri vo de Famili» eine Komödie gezeigt, die dem Publikum in der Turnhalle Gonten ganz viele Lacher entlockte. Die zweite Aufführung findet am Samstag, 6. Januar 2024, statt.

  • Nachdem Mutter Monika abgereist ist, ernähren sich die Kinder hauptsächlich von Guetzli, Chips und Tiefkühlpizza. (Bilder: Angela Haldimann)

    Nachdem Mutter Monika abgereist ist, ernähren sich die Kinder hauptsächlich von Guetzli, Chips und Tiefkühlpizza. (Bilder: Angela Haldimann)

  • Mit viel Fleiss und Engagement hat die Theatergruppe der Landjugend Appenzell das Stück «Feri vo de Famili» vorbereitet.

    Mit viel Fleiss und Engagement hat die Theatergruppe der Landjugend Appenzell das Stück «Feri vo de Famili» vorbereitet.

  • Die Jungformation «Handgschalte» umrahmte die Unterhaltung musikalisch.

    Die Jungformation «Handgschalte» umrahmte die Unterhaltung musikalisch.

Welche Mutter kennt das nicht: Aufräumen, Wäsche waschen, kochen, putzen …, doch die Familie weiss dies nicht zu schätzen. So geht es auch Monika Marti – gespielt von Nicole Streule. Eines Tages platzt ihr der Kragen und sie entschliesst sich, ihren Ehemann Walter (Emanuel Ebneter) sowie die Kinder Bernhard (Julius Koch) und Sibylle (Alexandra Manser) «ferienhalber» zu verlassen. Doch die gewissenhafte Hausfrau will die Familie nicht einfach ihrem Schicksal überlassen und möchte über die Entwicklung der Situation im Bilde bleiben: Dafür hat sie ihre eigenen Tricks, Gehilfen und Notlügen.

Chaos im Haus

Kurze Zeit nachdem Monika verreist ist, geht es im Haus Marti drunter und drüber: Tochter Sybille bringt es nicht einmal fertig, für sich und ihren Bruder Bernhard Spiegeleier zu kochen, und auch Vater Walter ist komplett überfordert. So holt er sich schliesslich Hilfe von seiner attraktiven Arbeitskollegin Franziska (Yvonne Inauen), welche allerdings andere Absichten hat … Zum Glück ist da noch Hans (Severin Inauen), der nach einem Sturz die Kellertreppe hinunter ziemlich an Verstand eingebüsst hat. Immerhin sorgt er mit rosa Schürze und Staubwedel für etwas Ordnung und Sauberkeit, während Sohn Bernhard – mittlerweile in Badeshorts (dem einzigen noch sauberen Wäschestück) – befürchtet, seine Mutter könne mit einem Stiefvater nach Hause kommen.

In all dem Durcheinander tauchen plötzlich ein Sanitärinstallateur und ein Kammerjäger auf. Doch was wollen die von den Martis? Das können die beiden selbst nicht so überzeugend beantworten. Hat das etwas mit der verfahrenen Situation im Haus Marti zu tun?

Gelungene Premiere

Die Aufführung am Stephanstag war die erste von zwei. Deshalb sei an dieser Stelle nicht mehr über Inhalt und Ausgang der Komödie verraten. Auch der gesellschaftliche Teil kam bei der Premiere nicht zu kurz: Vor und nach der Aufführung sowie während der zwei Pausen sorgte die Jungformation «Handgschalte» bei Getränken und Kuchen für die musikalische Umrahmung.

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  • Symbolbild: bigstock

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