Fachstelle Soziale Teilhabe im Alter wird weitergeführt

Nach einer dreijährigen Pilotphase haben die Stiftungsräte der Carl Sutter-Stiftung und der Pro Senectute Appenzell Innerrhoden sowie die Standeskommission entschieden, die Fachstelle Soziale Teilhabe im hohen Alter weiterzuführen und langfristig zu finanzieren. Neu ist die Fachstelle in die Organisation der Pro Senectute Appenzell Innerrhoden integriert.

  • Eine Möglichkeit der sozialen Teilhabe im Alter ist die sogenannte «Mektiglosi». Die Formation «Brülisauer Gruess» spielte an der ersten «Mektiglosi» dieses Jahres im «Rössli» Brülisau. (Bild: zVg)

    Eine Möglichkeit der sozialen Teilhabe im Alter ist die sogenannte «Mektiglosi». Die Formation «Brülisauer Gruess» spielte an der ersten «Mektiglosi» dieses Jahres im «Rössli» Brülisau. (Bild: zVg)

Die Fachstelle Soziale Teilhabe im hohen Alter Appenzell Innerrhoden startete im Januar 2021. Während der Pilotphase beschränkte sich die Arbeit insbesondere auf die Alters- und Pflegeheime Gontenbad, Bürgerheim und Alpsteeblick. Ziele der Fachstelle waren, die Bewohnerinnen und Bewohner in den Institutionen zur Selbstbestimmung und Eigeninitiative im Alltag zu motivieren, eine individuelle und alltagsnahe Lebensweise zu ermöglichen und sie bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu unterstützen.

Externe Evaluation

Zusammen mit den Altersinstitutionen hat die Fachstelle verschiedene Massnahmen umgesetzt. So wurde zum Beispiel die beliebte «Mektiglosi» lanciert, die Vernetzung zwischen den Institutionen gestärkt, und es wurden Bewohnerräte eingeführt. Ausserdem hat die Fachstelle in den Alters- und Pflegeheimen Schulungen zum Thema «Selbstbestimmung der Bewohnenden» durchgeführt, an denen Pflegepersonal, Nicht-Pflegepersonal und Freiwillige teilnahmen.

Die Arbeit der Fachstelle und deren Wirkung wurde während der Pilotphase durch die «OST – Ostschweizer Fachhochschule» begleitet und evaluiert. Diese hat regelmässig Bewohnende, Personal und Leitungen befragt und am Schluss einen Auswertungsbericht erstellt. Die «OST» kam zum Schluss, dass die Fachstelle alle Ziele erreicht hat und die gewünschte Wirkung erzielt. Sie empfahl, die Fachstelle weiterzuführen und gleichzeitig die Zielgruppe auf alle älteren vulnerablen Personen auszuweiten. Im Weiteren regte sie an, eine Angliederung an eine heimexterne Fachstelle zu prüfen.

Synergien nutzen

Nun haben die Stiftungsräte der Carl Sutter-Stiftung und der Pro Senectute Appenzell Innerrhoden sowie die Standeskommission beschlossen, die Fachstelle langfristig zu je einem Drittel zu finanzieren. Um den fachlichen Austausch zu stärken, organisatorische Synergien zu nutzen und gemeinsam die Altersversorgung zu verbessern, wurden die Fachstelle und die Pro Senectute zusammengeführt. Zusätzlich wurde der Name aufgrund der angepassten Zielgruppe auf «Fachstelle Soziale Teilhabe im Alter» umbenannt. Sie wird weiterhin von Andrea Herger mit einem Pensum von 50 Stellenprozenten geführt.

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