Erster Anlass des Vereins Bibliothek Oberegg (BOb) rief «zu Tisch!»

Ein Abend rund um gutes Essen mit Blick in Kochbücher und ausgewählte Literatur war angesagt. Stargast Aurelia Nauer-Koch sprach frei über ihre Erlebnisse als Teilnehmerin der «Landfrauenküche» von SRF. Und man naschte am Büffet.

  • Silvia Boutellier stellt literarische Werke mit kulinarischer Fülle in den Mittelpunkt. (Bilder: Rolf Rechsteiner)

    Silvia Boutellier stellt literarische Werke mit kulinarischer Fülle in den Mittelpunkt. (Bilder: Rolf Rechsteiner)

  • Die «Halegg Buebe» Kilian Schmid und Nando Klee spielen bravourös auf.

    Die «Halegg Buebe» Kilian Schmid und Nando Klee spielen bravourös auf.

«Essen ist nicht nur Mittel zum Überleben», stellte Silvia Boutellier, Präsidentin der Bibliothek Oberegg, zum Auftakt fest. Gutes Essen bereite Freude und bringe Menschen zusammen. Dieser Logik folgte das Gespräch mit Aurelia Nauer, die vor der TV-Kamera gekocht und Einblick in ihren Alltag gewährt hat.

Nervosität erst hernach

Für die Dreharbeiten zu «Aurelias Woche» sei tatsächlich eine ganze Woche eingesetzt worden. Das gut eingespielte Team aus Regie, Kameraleuten und Licht-/Tontechnikern müsse sich jedes Mal neu auf örtliche Gegebenheiten einstellen. Welches Thema hat Gewicht, und wo kann es wirksam ins Bild gesetzt werden? In ihrem Fall habe man etwa den Alpbesuch im Calfeisental, den das Paar einmal jährlich im August macht, in diese Woche gelegt, und das Kamerateam habe drei Abende damit verbracht, den angesagten «Blutmond» wirksam einzufangen.

Ihr Menü, das sie mit einer Schwägerin kreiert hat, habe sie zweimal geprobt, einmal für die Familie, ein zweites Mal für Kolleginnen. Dabei seien Komplimente, aber auch kritische Anmerkungen gefallen. Nach Anpassungen habe sie sich gut vorbereitet gefühlt. Natürlich könne auch etwas schief gehen, wenn man vor der Kamera nur den einen Versuch hat. Nervös sei sie jedoch erst vor der Ausstrahlung der Sendung geworden, bekennt sie.

Im laufenden Jahr wird das neue Buch zur «Landfrauenküche» erscheinen. Es hält jeweils Rückschau über die jüngsten drei Staffeln. Selbstredend wurde der Band von 2021 vorgestellt und zum Durchblättern aufgelegt.

Kochen einmal anders

Schnell und einfach ist auch das Motto im Kochbuch «Einfach Tanja» von Spitzenköchin Tanja Grandits. Sie hat sich im Restaurant «Stucki» in Basel zwei Sterne und 19 Gault-Millau-Punkte erarbeitet. Zuhause aber kocht sie mit ihrer Tochter im Teenageralter gern ohne grossen Zeitaufwand, aber mit Finesse, wie Cilli Dörig bei der Buchpräsentation festhielt. Sogar vegane Küche findet man in der Bibliothek Oberegg. Vorgestellt wurden Nadias 20-Minuten-Rezepte, in Buchform erschienen unter dem Titel «Eat better, not less». Silvia Boutellier stellte literarische Werke vor, die von Gaumenfreuden schwärmen, so etwa das neueste Buch von Ingrid Noll (88), «Gruss aus der Küche», das erstmals ohne Mord, aber mit viel Sarkasmus gespickt ist. Auch Martin Suters süffiger Schreibstil in «Melody» lobte sie oder «Babettes Fest» von Tania Blixen.

Melodie war mehrfach das Stichwort für Kilian Schmid (12) und Nando Klee (10), die mit ihren Schwyzerörgeli bravourös aufspielten. Als der letzte Ton verklungen war, hiess es «Zu Tisch». Man unterhielt sich bei erlesenen Häppchen. Hauptmann Hannes Bruderer lobte die Bemühungen der Bibliothek, an nunmehr prominenter Stelle im neuen Schulhaus vermehrt Öffentlichkeitsarbeit zu leisten.

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