Erste Schulgemeinde-Versammlung nach Zusammenschluss

Mit den bestehenden Schulräumen in Schlatt und Haslen wird die neue Schulgemeinde Schlatt-Haslen über die nächsten fünf Jahre die Raumbedürfnisse abdecken können. Das erfuhren die Schulbürger am Freitagabend. Gutgeheissen wurde die Erhöhung des Kreditantrages für die Sanierung des Lehrerzimmers in Haslen.

  • Nach der ersten Schulgemeinde wurde angestossen: (v.l.n.r.) Marc Rechsteiner, Andreas Fuchs, Josef Schmid, der die beiden Schulräte während dem Fusionsprozess begleitet hat, und Beat Rechsteiner, der erste Präsident der neuen Schulgemeinde Schlatt-Haslen. (Bild: Vreni Peterer)

    Nach der ersten Schulgemeinde wurde angestossen: (v.l.n.r.) Marc Rechsteiner, Andreas Fuchs, Josef Schmid, der die beiden Schulräte während dem Fusionsprozess begleitet hat, und Beat Rechsteiner, der erste Präsident der neuen Schulgemeinde Schlatt-Haslen. (Bild: Vreni Peterer)

Beat Rechsteiner, der erste Präsident der Schulgemeinde Schlatt-Haslen, stellte mit Corinne Hörler die pädagogische Schulleiterin der Schulgemeinden Brülisau, Eggerstanden, Meistersrüte, Schlatt-Haslen und Schwende vor. Sie übernimmt die Verantwortung für die Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die Begleitung und Beratung von Lehrpersonen. Seit dem 1. Januar 2022 ist Yvonne Koch als Schulvorsteherin für die beiden Schulstandorte zuständig.

Um die Fusionierung der beiden Schulgemeinden endgültig zum Abschluss zu bringen, hatten die Stimmberechtigten einzeln über die letztjährige Jahresrechnung der jeweiligen Schulgemeinde abzustimmen. Die Rechnung 2021 der Schulgemeinde Schlatt schloss mit einem Verlust von 174’311.25 Franken ab, jene von Haslen mit einem Verlust von 269’487.75 Franken. Beide Jahresrechnungen wurden diskussionslos genehmigt. Gutgeheissen wurde auch eine Erhöhung des Kredites für die Sanierung des Lehrerzimmers im Schulhaus Haslen um 33‘000 Franken. Bei der Budgetzustimmung an der ausserordentlichen Schulgemeinde vom 19. November 2021 waren für die Sanierung bereits 107’000 Franken bewilligt worden.  

Am Freitagabend wurden die Entscheidungsgrundlagen für einen oder zwei Schulstandorte im Detail vorgestellt. Die wichtigsten Kriterien seien die Schülerzahlen, der Raumbedarf und der Schulbustransport. Hinzu kommen weitere Kriterien wie Investitionen und Wirtschaftlichkeit. Die Schülerzahlen, Klasseneinteilungen, der Schulzimmerbedarf und Lehrpersonen-Pensen werden jedes Schuljahr beurteilt.

Schulratspräsident Beat Rechsteiner informierte am Freitag auch über die Einführung der Blockzeiten in der Schulgemeinde Schlatt-Haslen: Die Kinder ab dem zweiten Kindergartenjahr bis zur sechsten Klasse werden von Montag bis Freitag an jedem Vormittag unterrichtet. Die Anzahl der unterrichteten Nachmittage werden aufgrund der vorgegebenen Lektionenzahl variieren. Für das freiwillige erste Kindergartenjahr findet der Unterricht an drei Vormittagen und zwei Nachmittagen statt.

Bis Ende Juli 2027 sollen in Innerrhoden versuchsweise schulergänzende Betreuungsangebote eingeführt werden. «Der Schulrat Schlatt-Haslen steht schulergänzenden Betreuungsangeboten positiv gegenüber und sieht ein gewisses Potenzial dafür. Als Landschulgemeinde müssen wir jedoch sorgfältig prüfen, welche Angebote wir anbieten können beziehungsweise auch genutzt werden», so Beat Rechsteiner.

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