Ereignisreiches Jahr für den Appenzeller Schwingerverband

Am vergangenen Samstag führte der Appenzeller kantonale Schwingerverband seine alljährliche Delegiertenversammlung durch. Vor der eigentlichen Versammlung kamen die Schwinger zu einer lehrreichen Lektion im Sägemehl.

  • Die knapp 90 Verbandsmitglieder folgen den Ausführungen von Kantonalpräsident Thomas Rechsteiner. (Bilder: Lorenz Reifler)

    Die knapp 90 Verbandsmitglieder folgen den Ausführungen von Kantonalpräsident Thomas Rechsteiner. (Bilder: Lorenz Reifler)

  • Der neue Vorstand v.l.: Matthias Schläpfer (übernimmt Funktion als Kassier), Raphael Zwyssig (Technischer Leiter Aktive und Nachwuchs), Thomas Rechsteiner (Präsident), Marcel Kuster (Leiter Trainerteam Aktive), Franz Inauen (Aktuar/Sekretär), Markus Knöpfel (Vizepräsident).

    Der neue Vorstand v.l.: Matthias Schläpfer (übernimmt Funktion als Kassier), Raphael Zwyssig (Technischer Leiter Aktive und Nachwuchs), Thomas Rechsteiner (Präsident), Marcel Kuster (Leiter Trainerteam Aktive), Franz Inauen (Aktuar/Sekretär), Markus Knöpfel (Vizepräsident).

  • Mit Andreas Fässler (links) und Michael Schläpfer gaben zwei Vorstandsmitglieder ihren Rücktritt bekannt.

    Mit Andreas Fässler (links) und Michael Schläpfer gaben zwei Vorstandsmitglieder ihren Rücktritt bekannt.

Für den technischen Kurs gelang es den Appenzellern, mit dem Berner Fabian Staudenmann einen der aktuell stärksten Schwinger im Lande zu verpflichten. Obwohl er am Unspunnenschwinget bekanntermassen dem Ostschweizer Samuel Giger den Vortritt lassen musste, war er in der vergangenen Saison mit sieben Kranzfestsiegen eine der prägendsten Figuren im Sägemehl. Entsprechend professionell gestaltete sich der Schwingkurs in der Trainingshalle des Schwingklubs Gais. Sowohl die Aktivschwinger wie auch etliche sonstige interessierte Mitglieder der Appenzeller Kantonalschwingerverbandes folgten gespannt den Worten und technischen Ausführungen des Berner Mittelländers.

Appenzeller Kantonalschwingfest 2025 in Gais

An der anschliessenden Delegiertenversammlung im Restaurant Hohe Lust in Lutzenberg konnte Kantonalpräsident Thomas Rechsteiner knapp 90 Verbandsmitglieder begrüssen. Der Mitgliederbestand darf sich über weiteren Zuwachs erfreuen, wenngleich dies vor allem bei den Passivmitgliedern der Fall ist. Die Jungschwingerzahlen sind auf einem hohen Niveau leicht rückläufig und auch bei den Aktivschwingern musste man einen gewissen Rückgang in Kauf nehmen. Im Weiteren berichtete Rechsteiner über die wichtigsten Veränderungen in den einzelnen Schwingklubs wie auch über die allesamt erfreulich durchgeführten Schwingfeste im Appenzellerland. Im Besonderen wurde nochmals die lobenswerte Organisation der beiden Trägervereine der Musikgesellschaft Oberegg und des Schwingklubs Wolfhalden erwähnt, welche unvergessliche Kantonalschwingfeste sowohl für die Jung- als auch die Aktivschwinger durchführen konnten. Auch das Schwägalp-Schwinget war unter der neuen OK-Führung ein voller Erfolg. Das kommende Schwingerjahr bietet die wohl einmalige Gelegenheit, mit dem Jubiläumsschwingfest 125 Jahre ESV den schwingerischen Saisonhöhepunkt anfangs September in Appenzell durchführen zu können. Trotz der Verschiebung des Schwingfestes um vier Jahre, konnten wiederum viele Helferinnen und Helfer akquiriert werden. Dennoch wurde inständig darum gebeten, sich als helfende Hand zu engagieren und weitere Leute im Umfeld anzufragen. Doch auch die Organisatoren des Kantonalschwingfestes sind bereits an der Arbeit. OK-Präsident Hansjörg Ammann zeigte sich sehr erfreut, dass sich gefühlt das halbe Dorf an diesem Fest beteiligt und dass die Vorbereitungen soweit auf Kurs liegen. Unter dem designierten OK-Präsidenten Raphael Zwyssig legte der Schwingklub Gais die Bewerbung für das Kantonalschwingfest 2025 vor. Im Abstand von je 20 Jahren sei es nach 1985 und 2005 wieder an der Zeit das Kantonalschwingfest nach Gais zu holen. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Sportliche Erfolge bei Jung- und Aktivschwingern

Der Rückblick des technischen Leiters, Andreas Fässler, wurde mittels einer Fotopräsentation veranschaulicht. Nebst den 48 Auszeichnungen und den 28 Kranzgewinnen, mussten auch drei Rücktritte verkündet werden. Dominik Schmid, Raphael Zwyssig wie auch Matthias Schläpfer beendeten ihre Aktivkarriere. Auch im Jungschwingerwesen konnten zahlreiche Erfolge gefeiert werden. Sowohl die Festsiege, wie auch die Anzahl Zweige, Auszeichnungen und Schlussgangteilnahmen konnten im Vergleich zu 2022 gesteigert werden.

Ebenfalls kam es zu einigen Änderungen im Vorstand. Sowohl Michael Schläpfer (Kassier) als auch Andreas Fässler (Technischer Leiter Aktive) gaben ihren Rücktritt bekannt. Die vakanten Stellen müssen jeweils vom Schwingklub der jeweiligen Vorstandsmitglieder gestellt werden. Der Schwingklub Wolfhalden kam dieser Aufforderung mit Matthias Schläpfer nach, welcher einstimmig in den Vorstand gewählt wurde. Aufgrund spezieller Gegebenheiten wird dem Vorstand Zeit für die Reorganisation des technischen Bereichs gewährt. Nach einem Antrag des Vorstands an die Versammlung wird der Verband im kommenden Jahr mit einem Vorstandsmitglied weniger geführt. Entsprechend bleibt dem Schwingklub Appenzell Zeit, einen möglichen Kandidaten für die nächste Delegiertenversammlung zu rekrutieren. Im Moment werden die Aktivschwinger unter der Leitung von Marcel Kuster geführt.

Johnny Mösli zum Ehrenmitglied ernannt

Ebenso wurde Johnny Mösli verdientermassen zum Ehrenmitglied gewählt. Mösli, welcher in seiner Aktivkarriere einige Regionalfestsiege und insgesamt 15 Kränze, davon aber auch beeindruckende fünf Teilverbandskränze erkämpfen konnte, stellte sich auch nach seinem Rücktritt ganz in den Dienst des Schwingsports. Nebst diversen Tätigkeiten in Organisationskomitees, amtete Mösli auch in verschiedensten Funktionen sowohl auf Club- als auch auf Kantonalebene. Auch als Kampfrichter oder auch als Festwirt war Mösli stets ein gefragter Funktionär. Für seinen unermüdlichen Einsatz wurde er nun mit der Ehrenmitgliedschaft belohnt.

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