Energiestadt Heiden mit Strom vom Kirchendach

Architekt Alex Boub: „Im Prinzip ein Glasdach mit Zusatznutzen“

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Am 27. September konnte die Photovoltaikanlage auf dem Dach der katholischen Kirche Heiden mit der Stromeinspeisung ins Netz beginnen. Sie weist eine aktive Anlagefläche von 462 m2 auf. Die Anlage dürfte im Durchschnitt jährlich 58 000 kWh liefern. Dies entspricht einem durchschnittlichen Verbrauch von zehn Einfamilienhäusern. Die politische und die Katholische Kirchgemeinde Heiden leisten damit einen Beitrag an die Ansprüche des Labels „Energiestadt Heiden“, das 2011 verliehen wurde. Und sie schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe, wie Gemeinderat Werner Rüegg erklärte: „Das alte Dach war massiv undicht und musste erneuert werden. Wir haben die Chance genutzt, die Energiefrage zu Ende zu denken, nachdem der Grundsatzentscheid für die Sanierung gefallen war.

Das Gebäude aus dem Jahr 1963 stehe zwar nicht unter Schutz, räumte Architekt Alex Buob ein, aber es verdiene hohen Respekt, handle es sich doch um den ersten Kirchenbau des namhaften Berufskollegen Walter Moser, der in der Zeit nach dem Konzil über zwanzig sakrale Bauten erstellte und dessen Beschlüsse gezielt umsetzte. Deshalb sei klar gewesen, dass nur eine Top-Lösung überhaupt infrage komme. Man habe die PV-Anlage als vollflächige Bedeckung ohne glänzende Metallkanten ausgelegt. Es handle sich also um „ein Glasdach mit Zusatznutzen“. Garantiert ist für die Paneele ein Wirkungsgrad über 25 Jahre von mindestens 80 Prozent (Standard), das Dach aber habe eine wesentlich höhere Lebensdauer – unabhängig von der Stromproduktion.

 

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