Elektra-Korporation diskutierte künftige Struktur

Präsident Jakob Heierli hat am Freitag, 22. März, 18 Mitglieder und fünf Gäste zur Generalversammlung der Elektra-Korporation Reute in der Schützenstube begrüsst.

  • Die geplante Fusion der Elektra-Korporation Reute mit den Elektras Oberegg und Schachen löste an der Generalversammlung interessante Debatten aus. (Bild: zVg)

    Die geplante Fusion der Elektra-Korporation Reute mit den Elektras Oberegg und Schachen löste an der Generalversammlung interessante Debatten aus. (Bild: zVg)

Die ordentlichen Traktanden dieser Generalversammlung der Elektra-Korporation Reute wurden zügig abgearbeitet. In seinem Jahresbericht erläuterte Präsident Jakob Heierli vor allem die Einführung der Smart-Meter-Technik als Ersatz für die aktuellen Energiezähler und eine geplante Fusion mit den beiden «Nachbar-Elektras» Oberegg und Schachen. Letzteres führte im Verlauf der Versammlung zu einer regen Diskussion. Ein Mitglied der Elektra-Korporation Reute verlangte, dass ausser der erwähnten Fusion noch alternative Möglichkeiten geprüft werden sollen. So wäre sowohl ein Verbleib als selbständige Elektra-Korporation als auch ein Zusammenschluss mit einer grösseren Organisation aus dem Energieversorgungsbereich denkbar. Der Votant äusserte sich ausserdem kritisch über die Energieeinkaufspolitik der Elektra Reute in jüngster Vergangenheit; seiner Meinung nach wäre der Verbleib als selbständige Korporation die beste Voraussetzung, um zukünftig günstige Energiepreise anbieten zu können.

Jakob Heierli wiederholte die wesentlichen Gründe für das Fusionsvorhaben. Bereits jetzt schon arbeiteten die drei Elektras sehr  eng in allen Betriebsbereichen zusammen. Bei einer Fusion entständen zusätzliche Synergien im technischen Unterhalt und Ausbau. Der administrative Aufwand gegenüber Bundes- und Kantonsstellen würde reduziert und die immer schwieriger werdende Suche nach geeigneten Verwaltungsmitgliedern würde einfacher. Vor allem wegen der Nachfolgeregelung in der Verwaltung sei der Fortbestand der selbständigen Elektra-Korporation Reute mittelfristig gefährdet.

Ein weiteres Versammlungsmitglied war dann ebenfalls der Meinung: Ein Zusammenschluss mit einem grösseren Energieversorger sollte auch geprüft werden. Dieser Vorschlag wurde als Antrag angenommen. Allerdings wurde seitens der Verwaltung darauf hingewiesen, dass dies faktisch den Verkauf der Elektra Reute und somit den vollständigen Verlust der Selbständigkeit bedeuten würde. Die Versammlung stimmte in der Folge über ein Weiterführen der Vorbereitungen zur Fusion der «drei Elektras» und über die Prüfung des Verkaufs der Elektra-Korporation Reute an einen grösseren Energieversorger ab. Aus beiden Abstimmungen resultierten dieselben Ergebnisse: 14 Mitglieder waren dafür, je ein Mitglied war dagegen und drei Mitglieder enthielten sich der Stimme.

Die Verwaltung wird nun einerseits die Vorbereitungen zur Fusion der Elektras Oberegg, Schachen und Reute weiterführen und andererseits Möglichkeiten und Konsequenzen einer Übernahme der Elektra Reute durch einen anderen Energieversorger prüfen. Ziel ist es, den Mitgliedern ungefähr innerhalb eines Jahres Resultate präsentieren zu können, die dann als Entscheidungsgrundlage dienen. Präsident Jakob Heierli schloss die interessante Generalversammlung um 21.50 Uhr.

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