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Eklat im Verkehrsverein Wolfhalden

Die dieser Tage durchgeführte Hauptversammlung des Verkehrsvereins Wolfhalden geht als folgenschwer in die 117 Jahre alte Geschichte der Organisation ein, tritt doch der gesamte Vorstand zurück. Die beantragte Auflösung des Vereins hingegen wurde haarscharf verhindert.

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Im allen Mitgliedern zugestellten Schreiben begründet der von Dorothea Stacher-Lutz präsidierte Vorstand seinen Entscheid mit den innerhalb weniger Jahre erfolgten Veränderungen. Die Erfüllung des in den 1977 letztmals revidierten Statuten festgehaltenen Vereinszwecks «Förderung des Fremdenverkehrs» sei heute schlicht unmöglich, da in Wolfhalden nur noch der Landgasthof «Krone» über ein kleines Angebot an Gästezimmern verfüge. Komme dazu, dass die Vereinsarbeit trotz über 160 Mitgliedern fast ausschliesslich auf den Schultern des siebenköpfigen Vorstands laste. Die von wenigen geleistete grosse Arbeit wie die Durchführung der Bundesfeier und der Waldweihnacht werde zudem je länger, je weniger anerkannt, und die eigentlichen touristischen Aufgaben würden ohnehin längst von der Organisation «Appenzellerland Tourismus AR» wahrgenommen. Folglich sei die Zeit reif für die Auflösung des Vereins.

Zusammenarbeit mit der Gemeinde
Nachdem frühere Kontakte mit dem Gemeinderat zu keinem Ziel geführt hatten, rief Gemeindepräsident Max Koch zu einem erneuten Versuch auf. Die Gemeinde biete Hand, den Vorstand vom überaus mühsam gewordenen Einzug der Kurtaxe zu entlasten. Auch die arbeitsintensive Pflege von Wanderwegen und Ruhebänken könne von der Gemeinde übernommen werden. Mit Max Koch riefen auch VVW-Ehrenpräsident Hans Sieber und Gemeinderat Gino Pauletti als Wanderweg-Verantwortlicher dazu auf, unter neuen Voraussetzungen das Vereinsschiff wenigstens im laufenden Jahr weiterzusteuern. Hauptaufgaben der kommenden Monate wären vor allem die Schaffung neuer zeitgemässer Statuten und damit die Definierung der künftigen Vereinstätigkeit sowie die Suche eines neuen Vereinsvorstands.

Neue Köpfe gesucht
In zahlreichen weiteren Wortmeldungen wurde der Rücktritt ebenfalls bedauert und der Vorstand zum vorläufigen Weitermachen aufgefordert. Leider erfolglos, so dass der Rücktritt Tatsache geworden ist. Dem Antrag «Auflösung des Vereins» hingegen wurde mit knappem Mehr nicht stattgegeben, so dass jetzt Personen gesucht werden, die sich für den Verkehrsverein zu engagieren gewillt sind.

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  • (Symbolbild: hr)