Einweihung des Solarfaltdachs bei der ARA

Der Tag der offenen Tür der Abwasserreinigungsanlage ARA war sehr gut besucht. Rund 200 Besucherinnen und Besucher informierten sich über die neuste grosse Solaranlage in Appenzell Innerrhoden und über die Zusammenhänge zwischen Energieverbrauch und Abwasserreinigung.

  • Das neue Solarfaltdach der ARA wurde am «Tag der offenen Tür» eingeweiht. (Bild: zVg)

    Das neue Solarfaltdach der ARA wurde am «Tag der offenen Tür» eingeweiht. (Bild: zVg)

Bauherr Ruedi Ulmann betonte in seiner Eröffnungsrede die Signalwirkung dieses Grossprojekts und die Entschlossenheit der Standeskommission, die Umsetzung der Energie- und Klimaschutzstrategie voranzutreiben. Die Erschliessung neuer Energiequellen ist ein prioritäres Ziel der Energie- und Klimaschutzstrategie des Kantons. Er dankte dem Grossen Rat für seine Unterstützung dieses Projekts. Projekte wie das Solarfaltdach in der ARA sind für Appenzell Innerrhoden von entscheidender Bedeutung, um den Umstieg auf erneuerbare Energien zu schaffen. Die Realisierung dieses Solarfaltdachs, so hofft der Bauherr Ruedi Ulmann, inspiriert, da konkret gezeigt wird, dass Orte wie Kläranlagen und Parkplätze sehr gute Möglichkeiten der Energiegewinnung bieten. Die Anlage segnete Standespfarrer Lukas Hidber ein – begleitet von der musikalischen Umrahmung der Stegreifgruppe der Musikgesellschaft Oberegg.

Am Tag der offenen Tür führten die Mitarbeiter der ARA rund 200 Besucherinnen und Besucher durch die ARA. Dabei wurden Details zur innovativen Solartechnik sowie Einblicke in den täglichen Betrieb gegeben. Die Reinigung von Schmutzwasser ist sehr energieintensiv. Dank des betriebseigenen Blockheizkraftwerks, das mit dem in der ARA produzierten Biogas betrieben wird, und des Solarfaltdachs kann die ARA nun 80 Prozent des Eigenbedarfs decken.

Der Leichtbau des Solarfaltdachs macht gemäss Medienmitteilung Grosses möglich: Dank grossen Abständen zwischen den Stützen und hoher Bodenfreiheit ist der Zugang zu allen Bodenflächen der Kläranlage jederzeit gewährleistet. Eine Software schützt die Solarmodule vor Schneefall, Sturm und Hagel, indem das Solardach je nach Datenlage automatisch eingefahren wird.

Im Winter bleiben die Module vor Schnee geschützt und sind dadurch länger haltbar. Neben der Energiegewinnung bietet die Anlage einen anderen wichtigen Vorteil: den Algenschutz. Durch die Beschattung wird das Algenwachstum in den Klärbecken deutlich reduziert. Das erleichtert die Algenbekämpfung erheblich und senkt die Kosten für die Befreiung von Abflüssen.

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