Einst Kochkurs dann Freundschaft

Was vor siebzehn Jahren mit einem Kochkurs für Männer begann, ist heute die 18-köpfige  «Walzehuser Hobbyköch»-Gruppe, welche dieser Tage ihren 100. Koch-Event durchführte.

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Einst motivierten die Frauen der «Müettere Rundi» ihre Männer, einen von ihnen organisierten Kochkurs zu belegen. Gefragt, getan. Dieser Tage wurde bereits der 100. Koch-Event von Dieter Geuter geleitet. Aus den ehemaligen «Kochlehrlingen» sind versierte Köche geworden. Aus dem Kurs wie beschrieben Event-Abende und aus der zusammengewürfelten Gruppe eine freundschaftlich verbundene Gesellschaft ohne Vereinsstatut. Die Mitglieder kommen heute nicht mehr nur um das Kochen zu lernen oder zu verfeinern, sondern wegen der geselligen und entspannenden Abende. Haben sich die Mannen in den siebzehn Jahren zu versierten Köchen gewandelt? Ja, aber, die Aspekte sind so vielfältig wie die Gruppe selbst. Da gab es diejenigen, die schon vor dem Kurs regelmässig in der Küche gestanden haben, aber auch die blutigen Anfänger, die sich heute wacker schlagen. Während die einen ihre Frauen mit den neuen Menüs verwöhnen, bringen die anderen die von Fachmann Dieter Geuter kreierten und zusammengestellten Rezepte nach Hause, wo sie von den Ehefrauen nachgekocht werden.

Obwohl die «Walzehuser Hobbyköch» kein Verein sind, beteiligen sie sich intensiv am Walzenhauser Dorfleben. Sie bekochen Grossanlässe wie den Historischen Bergsprint, die GEWA vor vier Jahren mit 1500 bis 2000 Essen, das Bikerennen oder die Viehausstellung. Ausserdem verwöhnen sie jährlich die Vorderländer Behindertensportler und ihre Gäste am Klaushöck. Dazu Rolf Niederer: «Wir sind ein eingespieltes Team. Da weiss jeder, was er zu tun hat. Es ist eine Sache der guten Absprache. Für die Menüs und deren Zutaten ist Dieter Geuter zuständig. Da merkt man, dass er ein Profi ist. Es stimmt einfach immer alles.» Roger Kellenberger, seit 2004 mit dabei, findet vor allem die Ausflüge genial. Obwohl kein Verein, seien alle da, wenn es für Anlässe etwas zu Kochen gebe und aus dem einstigen Kurs seien heute ungezwungene Abende  geworden. Heute stehe der Lerneffekt weniger im Vordergrund, sondern mehr das gesellige Zusammensein in Verbindung mit den kulinarischen Genüssen. Hansjörg Niederer, wie Rolf Niederer und neun weitere Walzenhauser von Anfang an, seit dem 3. April 1997, mit dabei, weiss noch das erste der einhundert Menüs: Damals gab es Hackbraten und Geschnetzeltes mit Hörnli.

 

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