Eine Übergabe im Zeichen der fünf Ringe

Vor einigen Wochen war bekannt geworden, dass Appenzellerland Sport und die Partnerschulen das Label von Swiss Olympic erhalten. Anfangs dieser Woche trafen sich nun die Verantwortlichen von Appenzellerland Sport, Gäste aus Politik und Partnerschulen zur offiziellen Übergabefeier.

  • Freude bei allen Beteiligten bei der Labelübergabe durch Swiss Olympic. (Bild: zVg)

    Freude bei allen Beteiligten bei der Labelübergabe durch Swiss Olympic. (Bild: zVg)

«Wir sind an der Landhausstrasse 1a, die Nummer verrät die Qualität der Arbeit: Sie ist 1a», sagte Jürg Stahl, der Direktor von Swiss Olympic. Gemein waren Appenzellerland Sport und die Partnerschulen (Kantonsschule Trogen, Sekundarschulen Trogen/Wald/Rehetobel, Herisau und Teufen), die als Schulverbundslösung das Label von Swiss Olympic erhielten.
«Dass diese im Kraftraum von Appenzellerland Sport stattfindet, ist ein Zeichen für Bodenständigkeit und Fleiss sowie die Tatsache, dass Sportlerinnen und Sportler im Zentrum stehen.» Das Label sei das eine, das tägliche Leben in den Institutionen aber wichtiger, meinte Stahl weiter. Er hatte fünf olympische Ringe an die Übergabefeier mitgebracht. «Deren Faszination ist ungebrochen. Ihr formt nicht nur den einen oder die andere, welche das Ziel der Ziele, die Olympischen Spiele erreichen. Ihr leistet einen wertvolleren Beitrag, macht es möglich, dass viele junge Menschen aus verschiedenen Sparten den Traum dieser Ringe während einer gewissen Zeit leben.»

Dank an alle Beteiligten

Die Leitungen der genannten Schulen erhielten von Jürg Stahl die Diplome. Hans Höhener, Präsident von Appenzellerland Sport, sprach den Schulen einen grossen Dank aus, wie auch dem Regierungsrat, insbesondere Alfred Stricker. «Er hat auf politischer Ebene viel bewirkt.» Auch das Ausserrhoder Amt für Volksschule und Sport sowie die Abteilung Sport würden viel zum Erfolg der Sportschule beitragen. «Wir entsprachen lange nicht den Richtlinien, mussten uns ‹hineinknien›, haben den Tatbeweis für unsere Leistungen erbracht.» Das Erreichen des Labels und der Erfolg der Sportschule seien nur dank des Einsatzes aller Beteiligten möglich geworden. Auch das BBZ Herisau ist wichtiger Partner von Appenzellerland Sport.

«Brauchen Jahrzehnte-Fliegen»

Alfred Stricker hob den langen Atem Höheners hervor, der seit der Gründung dabei sei. «Im Sport brauchen wir Jahrzehnte-Fliegen, keine Eintagsfliegen. Hans lebt täglich vor, was man mit Einsatz, Freude und Motivation erreicht. Dieser Geist wurde potenziert, und jetzt arbeitet ein grosses Team mit den jungen Menschen.» Stricker zeigte sich überzeugt, dass im «Vor-Alpstein-Ländli» viel Kraft liege. Ein Schulverbund, in dem jede Institution ihre Qualitäten einbringen könne, sei eine ideale Lösung.
Als Beispiel für die Durchlässigkeit über die verschiedenen Stufen war der Zehnkämpfer Andrin Huber anwesend. Er begann einst mit einzelnen Trainings, hat als Sportschüler das Gymnasium an der Kantonsschule abgeschlossen. Nun trainiert er am Sportleistungszentrum und macht ein Praktikum auf der Geschäftsstelle.

Timo Koller übernimmt Leitung der Sportschule

Als Nachfolger von Yves Zellweger hat Appenzellerland Sport aus zahlreichen Bewerbungen den 31-jährigen Timo Koller als Leiter der Sportschule gewählt. Der ehemalige 1.-Liga-Eishockeyspieler des SC Herisau tritt das Amt am 1. März 2024 an. Koller hat nach einer Ausbildung als Kaufmann EFZ mit Berufsmaturität an der Fachhochschule St. Gallen als «Bachelor of Science in Business Administration» mit Vertiefung in Strategischem Unternehmertum abgeschlossen. Er war unter anderem in einer Bank als Produktespezialist tätig und hat ein Jungunternehmen als Mitglied der Geschäftsleitung und Verantwortlicher für Marketing und Verkauf aufgebaut. Yves Zellweger verlässt per Ende Januar Appenzellerland Sport und übernimmt eine neue Stelle. «Es wird also eine kurze Übergangszeit geben», sagt Präsident Hans Höhener.

6
0

Weitere Artikel

Schreibe einen Kommentar