Eine Investition in die Jugend

Rund 90 Frauen und Männer haben sich am Mittwoch zur ausserordentlichen Schulgemeinde in der Turnhalle Gonten eingefunden. Der Grund dafür war eine geplante Schulhaussanierung von 4,7 Millionen Franken und eine damit verbundene Steuererhöhung um 3 Prozentpunkte.

  • Der neue Schulratspräsident Remo Waldburger stellt die Geschäfte vor. (Bild: Clemens Fässler)

    Der neue Schulratspräsident Remo Waldburger stellt die Geschäfte vor. (Bild: Clemens Fässler)

Es falle ihnen ein Stein vom Herzen, gestand Schulratspräsident Remo Waldburger nach der diskussionslosen und überdeutlichen Abstimmung zu Gunsten der Schulhaussanierung. Schliesslich sei es nicht alltäglich, dass man mit einer «solch grossen Kiste» vor das Stimmvolk trete. Doch nun fühle sich der Schulrat bestätigt und werde hoch motiviert die Umsetzung des Projekts in Angriff nehmen. Wenn alles gut geht, werden die Primarschüler schon im nächsten Schuljahr in die ehemaligen Räumlichkeiten der «Tawa Albert Weishaupt AG» einziehen, damit innerhalb eines Jahres der Umbau vorgenommen werden kann. Ein sportlicher Fahrplan, gab Waldburger zu.

Kein Widerstand

Viele der Anwesenden hatten schon an der Infoveranstaltung vom vergangenen Samstag teilgenommen und waren entsprechend mit den groben Zügen des Projekts vertraut (siehe «Appenzeller Volksfreund» vom Dienstag, 21. November 2023, auf Seite 3). Trotzdem haben Remo Waldburger und Benno Wettmer, Bauchef im Schulrat, die Pläne des Umbaus, die Finanzierung und die Überlegungen des Schulrates nochmals ausführlich dargelegt – offensichtlich mit grosser Überzeugung. Denn ablehnende Voten gab es keine. Als es um die Abstimmung ging, äusserte sich einzig Albert Manser («Boggli»), der wohl für viele Gontnerinnen und Gontner sprach: Er gratulierte dem Schulrat für die gewissenhafte und professionelle Vorarbeit. Es gehe um die sinnvollste Investition, nämlich um diejenige in die Jugend, weshalb ein grosser Schritt angebracht sei, keine «Pflästerli-Politik».

100-jährig, aber topmodern

Mit diesem grossen Schritt soll ab Herbst 2025 in Gonten ein topmodernes Schulhaus bezugsbereit sein. Trotz seiner 100-jährigen Geschichte wird das Gebäude nicht nur den Mädchen und Knaben eine Lernumgebung auf höchstem Niveau, sondern auch den Lehrern ein attraktives Arbeitsumfeld bieten, wie es wohl selten anzutreffen ist.

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