Einblick in das Brauhandwerk

Anfang November fand im «Brauquöll» Appenzell der Abschlussevent 2023 für Lernende im letzten Lehrjahr statt, ein Anlass der «Arbeitswelt Innerrhoden – Appenzeller Lehre». Mit dabei waren auch Alfred Steingruber, Leiter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, sowie Markus Walt, Leiter Amt für Wirtschaft.

  • Rundgang durch das Sudhaus der Brauerei Locher. (Bild: zVg)

    Rundgang durch das Sudhaus der Brauerei Locher. (Bild: zVg)

Der Anlass lieferte den gut zwei Dutzend Jugendlichen einen Einblick in das Brauhandwerk.

Rucksack voller Erfahrungen

Am Freitagabend trafen sich Lernende im letzten Lehrjahr aus Innerrhoden, je nach Beruf Lernende im dritten oder vierten Lehrjahr, im «Brauquöll». Eingeladen zum Treffen in der Brauerei Locher hatten das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung und das Amt für Wirtschaft. Alfred Steingruber, Leiter Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, sagte in seiner Begrüssung: «Vielleicht habt ihr im ersten Lehrjahr den Appenzeller-Lehre-Rucksack abgeholt und konntet diesen mit Erfahrungen füllen.» Imponierende Erfahrungen und Eindrücke gab es die Lehre hindurch viele: Die erste grosse Beratung, früh selbständig arbeiten dürfen, an der Viehschau die Rangliste aufnehmen, der Beziehungsaufbau mit den zu pflegenden Personen oder der Einbau einer Küche.

Lehrabschlussprüfungen stehen bevor

In wenigen Monaten stehen die Lehrabschlussprüfungen, die sogenannten Qualifikationsverfahren, an. Mit einer Analogie zum Sport verglich Alfred Steingruber die Lehrzeit mit einem Ausdauerlauf, der nun in die Schlussrunde geht. Mit dem Erfolgsrezept: trainieren, gut Planen, cool bleiben und Unterstützung im Lehrbetrieb und in der Berufsschule holen, stimmte er die Lernenden auf die nächsten Monate ein. «Es ist ganz wichtig, dass ihr fokussiert seid, die Prioritäten richtig setzt und vielleicht einmal freiwillig auf den Ausgang verzichtet», so Alfred Steingruber. Er zeigte ein rotes Fähigkeitszeugnis und meinte: «Ein erfolgreicher Abschluss ist der Türöffner für eure Zukunft. Die Wirtschaft sucht dringend motivierte, zuverlässige und leistungsfähige Fachleute wie euch.»

Dann ging es über zum geselligen Teil des Anlasses, mit einer Degustation von verschiedenen Getränken, produziert von der Brauerei Locher. Dazu wurden Chips und Brezel gereicht, welche mit ungenutzten Nebenprodukten aus der Brauerei hergestellt werden. Bei einem Rundgang durch das Sudhaus erfuhren die Lernenden von den verschiedenen Abläufen in einer Bierbrauerei. Von einer erhöhten Plattform aus konnten sie auf die Abfülllinie blicken. Den Rundgang durch das Sudhaus machte der Erstjahr-Lernende der Brauerei Locher. Für ihn war es eine Premiere: seine erste Führung durch den eigenen Lehrbetrieb.

Verantwortung übernehmen

Markus Walt, Leiter Amt für Wirtschaft, warf zum Abschluss des Treffens einen Blick in die Zukunft: «Nach der Lehre geht es richtig los. Die ganze Welt steht euch offen.» Das Coaching-Verhältnis, welches während der Lehre besteht, werde immer mehr abnehmen. «Ihr werdet automatisch mehr Verantwortung übernehmen und vielleicht sogar selbst ein paar Leute führen», so Markus Walt. Er wünschte den jungen Erwachsenen viel Mut auf dem Berufsweg und dass sich fast alle ihrer Träume erfüllten.

Weitere Artikel

  • (Symbolbild: hr)

Schreibe einen Kommentar