Ein Kompetenzzentrum in Sachen Baugewerbe

Am Wochenende lud die Hohl AG Bauunternehmung zur Besichtigung ihres neu erstellten Werkhofs auf dem Rutlenriet in Oberegg. Das Publikumsinteresse war erwartungsgemäss sehr gross.

  • Früh übt sich, wer Meisterin werden will. (Bilder: Rolf Rechsteiner)

    Früh übt sich, wer Meisterin werden will. (Bilder: Rolf Rechsteiner)

  • Der präsentierte Fahrzeugpark der Hohl AG ist umfassend. Besucher staunten über die Tatsache, dass zahlreiche Baumaschinen auf umliegenden Baustellen festsitzen.

    Der präsentierte Fahrzeugpark der Hohl AG ist umfassend. Besucher staunten über die Tatsache, dass zahlreiche Baumaschinen auf umliegenden Baustellen festsitzen.

  • Ordnung ist die halbe Miete. Blick ins Obergeschoss des Werkhofs.

    Ordnung ist die halbe Miete. Blick ins Obergeschoss des Werkhofs.

Rund 16000 Kubikmeter umbauter Raum unter einem Satteldach mit vollflächiger PV-Anlage – das ist der Werkhof der Hohl AG Bauunternehmung mit Sitz in Heiden, der in den vergangenen Jahren realisiert wurde. Wie Werner Hohl am Rande der öffentlichen Präsentation erklärte, konnten die Vorgaben des Quartierplans ohne Abstriche erfüllt werden. Das dreigeschossige Gebäude ist ein Massivbau, dessen Hülle energetisch optimiert wurde wie bei einem Wohnhaus. Die Fassade des Massivbaus wurde aussen gedämmt und mit einer Holzverkleidung versehen, die hohen Ansprüchen an die Ästhetik zu genügen vermag. Grösste Herausforderung war der bekanntermassen schlechte Baugrund, der im angemessenen Bodenpreis berücksichtigt wurde. Das Grundstück war im Besitz des Bezirks Oberegg, der jahrelang einen geeigneten Käfer suchte.

Erneuerbare Energien

Werner Hohl bezeichnet sich als dezidierter Anhänger erneuerbarer Energien. Besucher mögen sich am Samstag gewundert haben über die angenehmen Temperaturen im Gebäude, dieweil der Wetterfrosch erstmals in diesem Frühherbst von Schneefallgrenzen gesprochen hatte. Tatsächlich sind die Böden des Werkhofs mit Heizschlangen versehen, die aber im Normalfall keine Wärme abgeben. Verhindert wird einzig Frost auf Flächen, auf denen gearbeitet werden muss. Die Energie stammt von einer Holzschnitzelheizung im Untergeschoss. Eigentlich wäre ein grösserer Brenner vorgesehen gewesen, denn der Unternehmer gedachte, seinen Beitrag an das Oberegger Fernwärmenetz zu leisten. Die Verweigerung eines Durchleitungsrechts über ein privates Grundstück vereitelte diesen Schritt. «Was nicht ist, kann noch werden», betonte Werner Hohl. Der realisierte Schnitzelbunker fasst 150 Kubikmeter, und für eine Erweiterung der Heizung reicht der verfügbare Platz allemal. Stolz ist Werner Hohl auf die vollflächige Indach-Fotovoltaik mit einer Leistung von 172 kWp, was übers Jahr gerechnet die Erzeugung von 160›000 Kilowatt Strom verheisst.

Ökologisch einwandfrei

Man liest immer wieder von Gewässerverschmutzungen durch Baustellen. Das wird auf dem Werkhof nie ein Thema sein, wie Werner Hohl versichert. Das Wasser aller Horizontalflächen in Innern und auf dem Gelände, unter anderem ein grosszügiger Waschplatz für Fahrzeuge, wird in einem Speicher aufgefangen und vor Ort aufbereitet. Das gereinigte Wasser kehrt ins System zurück, der entstandene Schlamm wird regelmässig nach Vorschrift entsorgt.

Der Werkhof ist dreigeschossig. Das Untergeschoss ist von Norden her, das Erdgeschoss ab der Kantonsstrasse im Süden befahrbar für grosse Fahrzeuge wie Lastwagen und Bagger. Das Obergeschoss wird als Lagerraum genutzt und ist mit einem 5-Tonnen-Querlastenlift erschlossen. Ein beladener Lieferwagen kann also ohne Umstände hochgefahren werden.

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