«E guets neus Johr» mit den Neujahrssängern vom Ried

Am vergangenen Freitagabend um 18 Uhr versammelten sich die Sänger vom Ried bei der Schönau. Jener Treffpunkt war der erste von den fünf Stationen, bei welchen die rund zwanzig Männer unter der Leitung von Rolf Schädler althergebrachte und deshalb heimelige Lieder zum Besten gaben.

Bei «da mitten in der Nacht» wurde auch das erfreulich grosse Publikum miteinbezogen. Zur Belohnung winkte heisser Punsch, Glühwein und dergleichen, dazu gab es «Wiehnachtschrömli- ond schöggeli» und beim Pulverturm sogar ein «Schnifeli heisse Chäsflade». Die Wege zwischen den Treffpunkten waren natürlich eine Augenweide mit all den funkelnden Christbäumen, flackernden Laternen und hellerleuchteten Stubenfenster, durch die man das weihnachtlich-gemütliche Wohnen beobachten konnte. Auch trug Rolf Schädler wieder ein stimmiges Neujahrsgedicht vor, heuer eins von Norbert van Tiggelen mit dem Titel «miteinander».

Kaum war das letzte Lied verklungen und mit viel Applaus belohnt worden ergriff Ernst Schiegg das Wort. In nur acht Proben hätten sie auch das diesjährige Programm wieder unter der Leitung von Rolf einstudiert und geübt.

Dieser werde nun aber den Dirigentenstock nach gut 30 Jahren mit den Riedsängern ablegen, erzählte Schiegg.  Schädler hatte das Neujahrssingen mit einer Männergruppe vom Ried damals zu neuem Leben erweckt, 2002 bis 2012 wäre es jedoch beinahe wieder eingeschlafen. Mit viel Idealismus wurde es aber vor einem weiteren Dornröschenschlaf bewahrt. Und man dürfe zuversichtlich sein, dass dieser schöne Brauch auch in Zukunft erhalten bleiben werde, wie Schiegg und Schädler augenzwinkernd versicherten. Darauf wurde natürlich – unter herzlichem Applaus für das engagierte Schaffen Rolf Schädlers – gerne angestossen und nach den Stationen «Riedgade» und «Bolvetoo» fand das Neujahrssingen der Riedler traditionsgemäss auf dem Freudenberg seinen krönenden Abschluss – und das selbstverständlich wieder mit dem kräftigen «e guets neus Johr gäbi Gott!».

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