Drei Wohnhäuser mit geringem Abstand

Mit Inserat in der Printausgabe des «Appenzeller Volksfreund» wird ein Baugesuch der «Spiro Immo GmbH» öffentlich gemacht. Ein Wohnhaus mit Stall und Nebengebäude soll abgebrochen werden, um Platz für drei Wohnhäuser zu schaffen.

  • Das Wohnhaus mit Stall an der Ebenaustrasse 24 soll einer neuzeitlichen Überbauung weichen. (Bild: Rolf Rechsteiner)

    Das Wohnhaus mit Stall an der Ebenaustrasse 24 soll einer neuzeitlichen Überbauung weichen. (Bild: Rolf Rechsteiner)

Die Liegenschaft von Marie Leuch selig markierte einst den westlichen Dorfeingang von Oberegg. Inzwischen ist ein ganzes Quartier von neuen Wohnhäusern entstanden, das über die Vorderladeren- und die Oberdorfstrasse, deren Einlenker sich direkt hinter der genannten Adresse befindet, erschlossen wird. Die Landwirtschaft an diesem Platz ist schon seit Jahren Geschichte. Nur im Nebengebäude wurden jüngst noch zeitweise Ziegen eingestallt. Nun soll das Gebäude von der Bildfläche verschwinden.

Drei Wohnhäuser

Im Auftrag der «Spiro Immo GmbH» wurde eine Überbauung geplant, die den Grundsätzen des verdichteten Bauens nachlebt. Drei baugleiche, gegeneinander leicht versetzte Einfamilienhäuser sollen entstehen, die einen Gebäudeabstand von lediglich 4 Metern haben werden. Ausgeschieden sind drei Parzellen; die westliche weist eine Fläche von 776 Quadratmetern auf, die anderen beiden eine solche von 605 Quadratmetern. Die Gebäude sind in der Hauptfront nach Süd-Südwesten ausgerichtet und weisen eine Länge von 13,50 Metern und eine Breite von 6,30 Metern auf. Vor der östlichen Gebäudehälfte wird ein eingeschossiger Annex von 7,20 × 5,20 Metern Grundfläche realisiert. Dieser Teil ist auf der gesamten Breite des Ensembles unterkellert.

Im Erdgeschoss lassen sich ein kleines Zimmer, die Wohnstube und die Eingangspartie, das Treppenhaus, eine Nasszelle und im Annex eine grosszügige Wohnküche realisieren. Unter dem 20 Grad geneigten Satteldach sind Schlafzimmer und das Bad vorgesehen. Die Firsthöhe beträgt 8,20 Meter, jedes Dach wird mit einer PV-Anlage bestückt.

Besonderheiten

Jedes Haus verfügt, auf der Nordseite angebaut, über eine Doppelgarage mit Flachdach und einen Besucherparkplatz. Die Erschliessung erfolgt über die bestehende Quartierstrasse. Geplant ist ein Zukauf eines Bodenstreifens entlang derselben. Er ist seit dem Bau der Erschliessung im Besitz des Bezirks Oberegg. Die Baulinien sind Bestandteil des Quartierplans Vorderladeren. Rundum ist im Plan ein Grenzabstand von 4 Metern markiert, der an einer Stelle leicht unterschritten wird: Im Nordosten ragt Haus C mit einer Ecke über die rote Linie hinaus. Hier ist ein Näherbaurecht seitens des Bezirks erforderlich. Eine entsprechende Zusage liegt vor.

Die ganze, nach Norden leicht ansteigende Liegenschaft steht erhaben über einer Stützmauer entlang der Ebenaustrasse. Sie soll erhalten bleiben. Um für die Neubauten eine ebene Garten-/Rasenfläche zu erzielen, ist je eine Stützmauer von 1 Meter Höhe vorgesehen. Die Anlagen sind somit als «Inseln» auf dem ursprünglichen Gelände wahrnehmbar.

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