Drei Botschafter beeindruckt von KUK Electronic

Die Botschafter von Schweden, Finnland und Norwegen haben sich bei einem Besuch bei KUK Electronic AG in Appenzell aus erster Hand über Hightech-Produktion informiert. Das global tätige Appenzeller Unternehmen zeigte dabei seine Technologieführerschaft auf.

  • CEO Manuel Inauen (links) führt Landammann Roland Dähler und die drei Botschafter durch die Produktionsanlagen der KUK Electronic AG in Appenzell. (Bild: zVg/Philipp Griesemer)

    CEO Manuel Inauen (links) führt Landammann Roland Dähler und die drei Botschafter durch die Produktionsanlagen der KUK Electronic AG in Appenzell. (Bild: zVg/Philipp Griesemer)

Im Rahmen eines offiziellen Besuchs in Innerrhoden besichtigten die Botschafter Jan Knutsson (Schweden), Valtteri Hirvonen (Finnland) und Erik Førner (Norwegen) den Hauptsitz der KUK Electronic AG in Appenzell. Das Technologieunternehmen ist der weltweit führende Hersteller kundenspezifischer Spulen und beschäftigt inzwischen über 800 Mitarbeitende. Ungefähr 210 davon arbeiten in Appenzell und monatlich werden es mehr. Landammann Roland Dähler würdigte diese Leistung und dankte dem Unternehmen besonders auch, dass es bei der Beschäftigung ukrainischer Flüchtlinge sofort Hand geboten hat.

Automation als Stärke

CEO Manuel Inauen stellte den Gästen aus Skandinavien die Stärken von KUK vor. Dazu gehört zum einen der hauseigene Anlagenbau. «Indem wir unsere Spulen auf eigenen Maschinen produzieren reduzieren sich die Investitionen für unsere Kunden enorm und die Zeitdauer bis zur Serienproduktion wird deutlich verkürzt. Zudem sichert das Know-how in der Automatisierung unsere Technologieführerschaft», erklärte Inauen. Verblüfft waren die Botschafter als sie hörten, dass KUK sowohl Kunden bedient, die nur eine einzige Spule pro Jahr bestellen, andere wiederum benötigen 2 Millionen pro Woche. Diese Flexibilität wird von den Kunden geschätzt. Verwendet werden die Spulen in den Branchen Automotive, Industrie und Medizintechnik & Sensorik, wobei seit mehreren Jahren ein Wachstum in allen Branchen zu verzeichnen ist.

Schwierige Materialsituation

Die hohe Nachfrage stellt KUK seit einiger Zeit immer wieder vor Herausforderungen aufgrund der weltweit gestörten Lieferketten. «Der Aufwand in der Materialbeschaffung hat stark zugenommen, zusammen mit unseren jahrelangen Lieferanten versuchen wir die Auswirkungen auf unsere Kunden im Rahmen zu halten», so Inauen. In der Diskussion mit den Botschaftern wurde auch der Ukraine-Krieg angesprochen. Da Russland nicht als Hightech-Standort bekannt ist, gibt es hier keine direkten Auswirkungen. In der Ukraine hingegen sind wichtige Automobilzulieferer für den europäischen Markt angesiedelt, sodass Produktionseinbrüche indirekt auch für KUK spürbar sind.

Thailand als Alternative zu China

Belastet wurde KUK Electronic zuletzt durch den mehrwöchigen Lockdown in Shanghai. Die Kapazität am wichtigen Produktionsstandort war folglich eingeschränkt. Im Raum stehen zudem die geopolitischen Spannungen zwischen China und den USA. «Glücklicherweise haben wir bereits vor einigen Jahren den Entschluss gefasst, in Thailand ein zweites Standbein in Fernost aufzubauen», sagte der KUK-CEO gegenüber den Botschaftern. Diese China-Alternative werde von den Kunden geschätzt.
Investiert wird aber bekanntlich auch vor der Haustüre in Appenzell. Gegenüber dem Hauptgebäude an der Industriestrasse entsteht ein neues Technologiezentrum, welches noch in diesem Sommer eröffnet wird. Die Innovationskraft des Hightech-Unternehmens wird also auch für die kommenden Jahre von Appenzell in die Welt hinaus getrieben.

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