«Die Strategie 2025 funktioniert»

An der Generalversammlung am Samstag in der Mehrzweckhalle in Gonten haben die Aktionärinnen und Aktionäre der Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg AG das erfolgreichste Jahr seit Bestehen des Unternehmens verabschiedet.

  • Kronbergbahn-Generalversammlung vor dem «weltschönsten Säntis-Panorama» in der Mehrzweckhalle Gonten. (Bilder: Josef Fritsche)

    Kronbergbahn-Generalversammlung vor dem «weltschönsten Säntis-Panorama» in der Mehrzweckhalle Gonten. (Bilder: Josef Fritsche)

  • Verwaltungsratspräsident Thomas Bischofberger (Mitte) und Geschäftsführer Felix Merz (rechts) hatten «GV-Premiere».

    Verwaltungsratspräsident Thomas Bischofberger (Mitte) und Geschäftsführer Felix Merz (rechts) hatten «GV-Premiere».

Die Entwicklung laufe wie geplant und «die Strategie 2025 funktioniert», stellte Verwaltungsratspräsident Thomas Bischofberger fest.

457 Aktionärinnen und Aktionäre mit insgesamt 1003 anwesenden oder vertretenen Stimmrechten folgten im Verlauf der Generalversammlung den Anträgen des Verwaltungsrates, bei denen es ausschliesslich um die «Erledigung» des Geschäftsjahres 2021 – Geschäftsbericht, Erfolgsrechnung/Bilanz, Revisionsbericht, Gewinnverwendung sowie Entlastung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung – ging.

Die Kronbergbahn reitet aktuell auf einer Erfolgswelle, nachdem das Unternehmen, respektive dessen Seilpark, im Herbst 2018 zuerst durch Sturm Vaia und dann 2020 durch die Corona-Pandemie gebeutelt wurde. Das ist Geschichte. Gegenwart ist, dass die Kronbergbahn und seine Betriebe 2021 ein absolutes Rekordjahr verbuchen konnte – nicht zuletzt dank der neuen Erlebniswelt und der Märliwelt im Tal.

5,6 Millionen Franken betrug der Gesamtumsatz im vergangenen Geschäftsjahr, verglichen mit dem Vor-Coronajahr 2019 ein Plus von 17 Prozent oder gar 25 Prozent im Fünfjahres-Durchschnitt. Gleichzeitig sank der Betriebsaufwand um 8,2 Prozent gegenüber 2019 oder 8,8 Prozent im Schnitt der letzten fünf Jahre. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen, Steuern etc. (EBITDA) in der bisher unerreichten Höhe von 1,04 Mio. Franken lag gut viermal über jenem von 2020 oder 112 Prozent über dem Ergebnis von 2019, respektive 141 Prozent über dem Fünfjahres-Durchschnitt.

Breiten Raum an der samstäglichen Generalversammlung – der ersten wieder physischen nach 2019 – nahmen Ausführungen des Verwaltungsratspräsidenten Thomas Bischofberger, des Finanzchefs und Leiter Ausschuss Erlebniswelt Tal, Josef Rusch, sowie des Geschäftsführers Felix Merz ein zur «Strategie 2025» ein. Diese trägt nicht nur dem geänderten Freizeitverhalten Rechnung sondern soll vielmehr ein solides Fundament für eine erfolgreiche Zukunft sein. Aufgebaut ist es auf drei Faktoren: Team und Unternehmensführung, Investitionen in den Kronberg als Familien- und Freizeitberg sowie «Leuchtturmprojekte».

Als es um die Entlastungserteilung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung ging, meldete sich ein Aktionär zu Wort. «Unwürdig, unmoralisch und ‹efach schemelig›» bezeichnete er die «Ablösung» von Markus Wetter als Verwaltungsratspräsident, dem er eine «grosse Leidenschaft» für die Kronbergbahn attestierte. Geradezu «abgesetzt worden» sei er, weil er sich mit «plötzlich sehr hohen Geldforderungen» einzelner Verwaltungsräte nicht einverstanden erklären konnte. Manche Aktionäre – darunter auch ein ehemaliger VR-Präsident – teilten Wetters Meinung, dass die Kronbergbahn kein Grosskonzern sei, den man «melken» könnte.

Dennoch: Der Verwaltungsrat arbeite gut und er bewundere den Unternehmergeist und die vielen neuen Ideen. Thomas Bischofberger bestätigte das Lob des Votanten für seinen Vorgänger Markus Wetter. Ihm sei Vieles zu verdanken, unterstrich er. Wetter habe für das Unternehmen «sehr viel gemacht» und nicht zuletzt die Basis gelegt für den heutigen Erfolg der Kronbergbahn. Was die kritisierten Bezüge betreffe – er kommentiere die Zahlen nicht–, verwies er auf eine schwierige (Umbruch-)Phase. Dass einzelne Verwaltungsräte auf Mandatsbasis «angestellt» wurden, sei eine «abgesprochene Massnahme» gewesen und es seien auch keine «übertriebenen Forderungen» gestellt worden; die Honorare entsprächen den orts- und branchenüblichen Ansätzen. Da der Votant keinen Antrag gestellt hatte, wurde den Gremien Entlastung erteilt, wenn auch bei einigen Gegenstimmen und Enthaltungen.

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