Post würdigt Appenzeller Flüchtlingsmutter Gertrud Kurz-Hohl mit Sonderbriefmarke

1972 verstarb in Bern Gertrud Kurz-Hohl. Im kleinen Lutzenberg aufgewachsen, gehört sie zu den grossen Schweizerinnen. Zum 50. Todestag wird die verdiente Appenzellerin mit einer Sonderbriefmarke gewürdigt.

  • Die Lutzenbergerin Gertrud Kurz-Hohl wird mit einer Sonderbriefmarke gewürdigt. (Bild: zVg)

    Die Lutzenbergerin Gertrud Kurz-Hohl wird mit einer Sonderbriefmarke gewürdigt. (Bild: zVg)

Als Tochter von Weberei-Fabrikant und Oberrichter Reinhard Hohl-Custer wurde Gertrud 1890 in Lutzenberg geboren. Nach Lehr- und Wanderjahren verehelichte sie sich 1912 in Bern mit Gymnasiallehrer Albert Kurz. 1930 schloss sie sich der internationalen Friedensbewegung «Kreuzritter» an. 1942 gelangte die mutige Frau mit ihren Anliegen an Bundesrat Eduard von Steiger, wonach die Landesgrenze für Flüchtlinge teilweise geöffnet wurde. Für ihren humanitären Einsatz wurde Kurz-Hohl 1958 als erster Frau die Ehrendoktorwürde der Theologischen Fakultät der Universität Zürich verliehen.

Für Philatelisten ist die von Stephan Kuhn, Eglisau, gestaltete Sonderbriefmarke mit dem Wert von 110 Rappen (A-Post) ab dem 1. September erhältlich. Der Verkauf an Poststellen erfolgt ab dem 8. September.

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