«Di goldig Bechue» 2024 für Norma Hummer

Bereits zum vierten Mal übergab das Appenzeller Magazin den Kulturpreis «Di goldig Bechue», welcher von der Frieda und Ulrich Steingruber-Stiftung getragen wird. Im historischen Saal des Hotels Linde in Heiden machte sich rasch Musikfest-Stimmung breit. Dies war vor allem der musikalischen Unterhaltung auf höchstem Niveau durch das Bläserquartett «Viertlerei» aus Herisau geschuldet.

  • Norma Hummer, die strahlende Preisträgerin von «Di goldig Bechue» 2024. (Bilder: Katja Niederöst)

    Norma Hummer, die strahlende Preisträgerin von «Di goldig Bechue» 2024. (Bilder: Katja Niederöst)

  • Die Ausgezeichneten Julia Wyser, Roman Höhener, Norma Hummer, Peter Heierli und Marianne Zähner (von links).

    Die Ausgezeichneten Julia Wyser, Roman Höhener, Norma Hummer, Peter Heierli und Marianne Zähner (von links).

  • Standing Ovation gab es für Norma Hummer.

    Standing Ovation gab es für Norma Hummer.

  • Für musikalische Erlebnisse sorgte das Quartett «Viertlerei» aus Herisau.

    Für musikalische Erlebnisse sorgte das Quartett «Viertlerei» aus Herisau.

Die Nominierten und mit ihnen zahlreiche Gäste, hauptsächlich aus der Musik-Szene beider Appenzell, wurden von Andreas Butz, vom Appenzeller Verlag, durch die Verleihung geführt. In seiner Begrüssung spannte er den Bogen von der schönen Landschaft hin zur schönen Musik, welche das Appenzellerland zu bieten hat. Alle der fünf nominierten Personen engagieren sich aussergewöhnlich stark für die Musikszene – sei es für die Blasmusik oder die Akkordeon-Klänge.

81 Jahre Vereins-Engagement

Die Leserinnen und Leser des Appenzeller Magazins gaben der fast 90-jährigen Norma Hummer aus Herisau am meisten Stimmen. In der Laudatio zeichnete Susanne Bruderer, Präsidentin des Harmonika-Orchesters Herisau, das Bild einer Frau, welche den Verein aussergewöhnlich stark geprägt hat. Ihrem Motto «Handörgele duet mir efach guet», ist Hummer in den 81 Jahren Vereinsmitgliedschaft treu geblieben. Unterstützt durch ihren Mann Walter war sie nicht nur aktive Mitspielerin, sondern engagierte sich als Aktuarin und 24 Jahre als Präsidentin.

Insgesamt war sie während 40 Jahren im Vorstand. Höhepunkte dabei waren sicher die vielen Maskenbälle mit der Bürgermusik Herisau, 1984 das erste eidgenössische Akkordeon-Musikfest in Herisau und die durch Hummler ins Leben gerufene Ehemaligengruppe «Claudeaner». Die heutige Präsidentin bezeichnete Hummer als «Handörgeli-Mutter» des Vereins, welche niemals die Nerven verlor. Auch nicht als auf einer Rückreise von einem Musikfest das reservierte Restaurant geschlossen hatte und mit vielen hungrigen Bäuchen im Car noch rasch eine Alternative gefunden werden musste – ohne Mobiltelefon.
Bis heute ist Hummler aktiv mit dabei. Noch am diesjährigen Eidgenössischen in Sursee genoss auch Hummer das Fest bis Mitternacht und führte so manche Polonaise an, berichtete Bruderer. Das Publikum ehrte die Preisgewinnerin mit einer spontanen und langen Standing Ovation.

Feststimmung im Lindensaal

Sichtlich gerührt und trotzdem um keine Worte verlegen nahm Hummer den Preis «Di Goldig Bechue» und einen Check über 5000 Franken von Jakob Signer, Präsident der Frieda und Ulrich Steingruber-Stiftung, entgegen. Für die mit Blattgold veredelte Trophäe der Künstlerin Vera Marke hat die Gewinnerin zuhause bereits einen Platz reserviert. Die Preisträgerin dankte nicht nur ihrem Mann Walter für die Unterstützung, sondern auch ihren fünf Kindern.

Erstmals durften auch die übrigen Nominierten einen Preis entgegennehmen. Peter Heierli von der Brassband Gais, Roman Höhener von der Jugendmusik Heiden und Marianne Zähner von der -Jugendmusik Rehetobel freuten sich über die Wertschätzung in Form einer silbernen «Bechue» und ebenfalls einem Preisgeld. Julia Wyser von der Jugendmusik Appenzell konnte nicht rechtzeitig anwesend sein und erhielt die Auszeichnung im Anschluss an die Veranstaltung.

Als Abschluss der Preisübergabe beeindruckte das Bläserquartett «Viertlelei» aus Herisau die Anwesenden mit einer äusserst anspruchsvollen Version der Bohemian Rhapsody und weiteren bekannten Melodien zum Mitklatschen.

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