Der STV Oberegg erhöht die Beiträge

Nach 26 Jahren sah sich der Vorstand des STV Oberegg gezwungen, die Mitgliederbeiträge in sämtlichen Riegen zu erhöhen. Grössere Diskussionen blieben dabei dank einleuchtender Argumentation seitens des Vorstands aus.

  • Kassier Yannick Eugster zieht die neu festgesetzten Beiträge ein. (Bild: Martin Rechsteiner)

    Kassier Yannick Eugster zieht die neu festgesetzten Beiträge ein. (Bild: Martin Rechsteiner)

Präsidentin Rebecca Mullis begrüsste rund 50 Mitglieder und Gäste zur 51. Hauptversammlung des STV Oberegg im Restaurant St. Anton. Elf Traktanden standen auf der Liste, welche zügig abgehandelt wurden.
Sowohl der Jahresbericht der Präsidentin als auch jene der Riegen zeigten auf, dass die Verantwortlichen bemüht sind, mit viel Herzblut und Engagement ein abwechslungsreiches Turnangebot – bei welchem auch gesellige Anlässe nicht zu kurz kommen sollen – anzubieten. Nebst polysportiven Turnstunden werden auch Trainings und gar Disziplinen mit Meisterschaftsbetrieb wie Badminton, Netzball und Volleyball angeboten. Kurzum, es gibt im Turnverein wohl fast für jeden Geschmack das passende Angebot, um sich körperlich zu betätigen.

«Funktionierender Verein»

Die stattliche Anzahl von 114 Nachwuchssportlern und -sportlerinnen (Muki/Kitu/Jugi) zeugt davon, dass man mit dem oben erwähnten Konzept auf dem richtigen Weg zu sein scheint. Eine persönliche Bestätigung in dieser Sache äusserte Bezirkshauptmann Hannes Bruderer, welcher als Gast anwesend war. Er sprach seitens des Bezirks einen grossen Dank für das Engagement an den Verein aus und hielt fest: «Das vielseitige Angebot an Vereinen ist ein wichtiger Beitrag an ein funktionierendes Dorfleben und insbesondere für die Jugend ein grosser Gewinn».

Jahresbeitrag angehoben

Schon seit 1998 steht der Jahresbeitrag trotz Teuerung und sehr breitem Angebot für Aktivmitglieder unverändert bei bescheidenen 60 Franken. Schon über Jahre wurden in der Jahresrechnung Defizite ausgewiesen, welche unter anderem dank Einnahmen aus Helfereinsätzen, Spenden und dem unentgeltlichen Einsatz der Leiter/innen in erträglichem Rahmen gehalten werden konnten. Auf gesellige Anlässe und Ausflüge soll jedoch auch in Zukunft nicht verzichtet werden müssen. Um das Vereinsvermögen stabil zu halten, wären aber genau diese Abstriche nötig, was den Vorstand dazu bewegte, über eine Beitragserhöhung abstimmen zu lassen.

Von den 60 Franken Beitrag gehen heute 57 Franken an Verbände und Versicherungen, so dass dem Verein noch drei Franken bleiben, um den Turnbetrieb, Wettkämpfe, Essen (zum Beispiel an der Hauptversammlung) und sonstige Aktivitäten zu finanzieren. Schaut man sich bei den Vereinen in der Region um, sind derart bescheidene Jahresbeiträge eher die Seltenheit Es könnte dabei auch der Eindruck entstehen, dass für so wenig Geld wohl keine qualitativ hochwertigen und attraktiven Turnstunden geboten werden können. Der Vorstand beantragte deshalb, die Beiträge riegenübergreifend zu erhöhen und das lieber einmal «richtig», als mehrfach auf die kommenden Jahre aufgeteilt.

Die Argumentation schien einleuchtend, so dass die Versammlung die Beitragserhöhungen einstimmig (bei fünf Enthaltungen) gutgeheissen hat. Der Jahresbeitrag für Aktive beträgt neu 100 Franken. Die Beitragserhöhungen für den Nachwuchs (Kitu/Jugi) fielen wesentlich moderater aus.

Tobler und Eugster ausgezeichnet

Der Vorstand wurde einstimmig bestätigt und bleibt in seiner Zusammensetzung unverändert.
In der Jugendriege hat Anna Fürer als langjährige Leiterin ihren Rücktritt auf die HV 2024 eingereicht. Sie bleibt dem Turnverein als Aktivmitglied erhalten und wird bei Fragen rund um den Turnbetrieb der Jugi auch in Zukunft helfend zur Seite stehen. Die Vakanz kann durch nachrückende Hilfsleiter gedeckt werden. Ihre Verdienste für den Verein wurden in Abwesenheit gewürdigt und verdankt.
Die Ehre als Sportlerin und Sportler des Jahres kam Nadja Tobler und Yannick Eugster zu. Sie haben im vergangenen Vereinsjahr mit Abstand die meisten Trainings besucht und sich mit besonderen Verdiensten für den Verein verdient gemacht.

Mit einem Dank an die Kolleginnen und Kollegen aus dem Vorstand, die zahlreichen Leiterinnen und Leiter, aber auch an die Vereinsmitglieder, welche sich für keinen Einsatz zu schade sind, schloss Rebecca Mullis die Versammlung.

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