Dem idealen Motivationsmix auf der Spur

Fünfzig Innerrhoder Lernende nahmen kürzlich am 3. Appenzeller Lehrlingstag teil. Der Nachmittag stand unter dem Motto «Sport & Berufsbildung – Mit Motivation zum Erfolg». Dabei bekamen die Jugendlichen Methoden vermittelt, wie sie ihre Selbstmotivation in Beruf, Sport oder Freizeit fördern können.

  • Yves Zellweger, Geschäftsstellenleiter von Appenzellerland Sport, und die Siebenkämpferin Antonia Gmünder lieferten Impulse zum Thema Selbstmotivation. (Bild: Rosalie Manser)

    Yves Zellweger, Geschäftsstellenleiter von Appenzellerland Sport, und die Siebenkämpferin Antonia Gmünder lieferten Impulse zum Thema Selbstmotivation. (Bild: Rosalie Manser)

  • Die Lehrlinge hörten interessiert zu.

    Die Lehrlinge hörten interessiert zu.

  • Die Lernenden wurden von Berufsschulpädagogin Nicole Harzenmoser begeleitet.

    Die Lernenden wurden von Berufsschulpädagogin Nicole Harzenmoser begeleitet.

Die gute Nachricht vorab: Erfolgreiches Lernen und zielbewusste Arbeitsorganisation beruhen nicht nur auf Talent, sondern lassen sich auch trainieren. Doch wie motiviere ich mich überhaupt dazu, und welche Methoden vom Sport können für Schule und Beruf adaptiert werden? Antworten auf diese Fragen lieferten anlässlich des 3. Appenzeller Lehrlingstag Yves Zellweger, Geschäftsstellenleiter Appenzellerland Sport, und die Siebenkampf-Athletin Antonia Gmünder.

Attraktives Arbeitsumfeld

Einleitend begrüsste Landammann Roland Inauen die fünfzig Lernenden, die der Einladung der «Arbeitswelt Innerrhoden» gefolgt waren. Das Amt für Berufsbildung, das Amt für Wirtschaft, der Kantonale Gewerbeverband sowie die Industrie- und Handelskammer wollen mit verschiedenen Massnahmen die Innerrhoder Arbeitswelt für angehende Berufsleute möglichst attraktiv gestalten, die Qualität der beruflichen Grundbildung hochhalten und so dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirken. Zu diesen Angeboten zählt mitunter der Lehrlingstag, der dieses Jahr unter dem Motto «Sport & Berufsbildung – Motivation zum Erfolg» stand.

Schritt für Schritt zum Erfolg

Yves Zellweger leitet die Geschäftsstelle von Appenzellerland Sport in Teufen und trainiert Athleten auf ihrem Weg in den Spitzensport. Eine seiner Schützlinge ist die Waldkircherin Antonia Gmünder. Gemeinsam ging das Duo in einem Impulsreferat auf die Eckpfeiler ein, auf die es beim Trainieren ebenso ankommt wie beim Lernen für die Schule oder den Beruf. «Auch ich bin nicht jeden Tag voll motiviert. Ich habe mir aber Methoden angeeignet, mit denen ich rasch wieder in einen engagierten Modus finde», hält Antonia Gmünder fest, die im vergangenen Jahr die U20-Schweizermeisterschaften im Mehrkampf gewann. Es sei wichtig, Misserfolge schnell bei Seite zu legen und sich auf kleine Etappenziele zu konzentrieren, betonte Yves Zellweger gegenüber den Lernenden. Die maximale Leistungsfähigkeit sei nur dann möglich, wenn sich die Faktoren Kompetenzen, Mittel und Motivation optimal ergänzen und gegenseitig verstärken. Vor allem beim Thema Motivation erreiche man mit einfachen Methoden erstaunliche Verbesserungen. «Setzt euch Schritt für Schritt, kleine, realistische Ziele und achtet darauf, dass ihr eurem Körper nicht nur einiges abverlangt, sondern ihm auch viel gibt», so der erfahrene Leichtathletikcoach. Damit spielte Yves Zellweger auf eine ausgewogene Ernährung und eine hohe Schlafqualität an.

Selbständigkeit und Lob

Wie man die verschiedenen Leistungsfaktoren optimieren kann, wurde im Anschluss an das Referat in zwei Workshops vermittelt. Während sich eine Gruppe der bekannten Smart-Zielsetzungsmethode widmete, ging die andere Hälfte der Frage auf den Grund, welche Faktoren die Motivation der Jugendlichen fördern könnte. Begleitet wurden die Lernenden dabei von der Abteilungsleiterin Beratung und Förderung am BBZ Herisau, Nicole Harzenmoser. Bei diesem Brainstorming blieben auch die Berufsbildner nicht aussen vor. So kristallisierte sich heraus, dass sich manche von ihren Vorgesetzten wünschen, dass ihnen mehr Verantwortung übertragen oder Lob ausgesprochen würde. Die gesammelten Erkenntnisse des 3. Appenzeller Lehrlingstages werden im Mai den Ausbildungsverantwortlichen in einem separaten Anlass präsentiert und diskutiert.

5
3

Weitere Artikel

Schreibe einen Kommentar