Das Geheimnis des Appenzellers

Gestern wurde im Volkskunde-Museum in Stein eine Sonderschau mit Bildern von Fotograf Ueli Alder eröffnet. Er sucht das Geheimnis des Appenzells schon länger und zeigt diese Suche in fantastischen Selbstporträts und Landschaftbildern.

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«Wenn’d gnueg wiit fort goscht, bisch irgendwenn wieder of em Heeweg» – Der Titel der Bilderserie lautet wie ein altes Appenzeller Sprichwort. Dieser nimmt Bezug auf die neu entdeckte Wertschätzung von Ueli Alders kulturellen Wurzeln sowie der subjektiven Definition von Heimat. Aufgewachsen als Sohn eines Bauernmalers im Appenzeller Hinterland, wurde Ueli Alder durch dessen lebendige Traditionen und den urtümlichen Bräuchen stark geprägt.

Geboren und aufgewachsen in Urnäsch absolvierte Ueli Alder den Diplomstudiengang in Fotografie an der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK. Später erhielt er ein Studium an der School of the Art Institute of Chicago. Ueli Alder lebt heute in Zürich, stellt regelmässig international aus und darf bereits auf zahlreiche, beachtenswerte Publikationen zurückblicken.

Seine visuelle Sprache ist primär von zwei Bildkulturen beeinflusst. Zum einen durch die farbigen, nostalgischen Heile- Welt-Bilder der Appenzeller Bauernmalerei und zum anderen durch die fantastische Welt des Kinos, insbesondere die
des Westerns.

Die Sonderschau im Volkskunde-Museum mit Ueli Alders Fotografien dauert vom 19. Oktober 2012 bis am 24. Februar 2013.

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