Chomm me zöndid e Liechtli aa…

... ja und welches ist das schönste Licht zu dieser besonderen Jahreszeit? Natürlich, das Kerzenlicht. Und wenn die Kerzen dazu erst noch selber gezogen sind freut der warme Schein umso mehr.

Beim Frauenkloster Maria der Engel in Appenzell ist deshalb wieder die beliebte Kerzenküche eingerichtet. Der Weg dorthin präsentierte sich am vergangenen Wochenende besonders märchenhaft – es war, als träte man durch die Tür zum Garten in eine Märchenwelt. Der schmale Weg war gesäumt von bunten Sternen und Lichterketten und schlängelte sich unter tiefverschneiten Büschen hindurch. Und schon «kitzelte» der Duft von heissem Kerzenwachs die Nase und weckte die Freude zum frohen Kerzenziehen. Und Dank den fünf freiwillig helfenden Jugendlichen sei das nämlich gar nicht so schwer, wie Andrina erzählte.

Messmer Tobias Tschirky und sein Stellvertreter Sepp Dörig haben wieder tolle Arbeit geleistet. Die beiden haben auch dieses Jahr eine helle Schutzhütte aus Blachen und Leisten gebaut und Emil Sutter hat für Licht und Strom gesorgt. Dem EW Appenzell sei an dieser Stelle einmal mehr herzlich für das gesponserte Material gedankt. Ein ebenso herzliches «Vegölt’s Gott» gehört an dieser Stelle auch der Bischofberger Biberli AG für die gesponserte Zwischenverpflegung und allen anderen Sponsoren und Unterstützern.

Die jungen Helfer erklärten vorgängig den Ablauf und gaben auch während der Arbeit immer wieder Tipps und zeigten interessante Tricks. Mit der «Montage» einer Plastikschürze geht es los. Immer wieder wird der Kerzendocht ins flüssige Wachs getaucht und bald ist eine Kerze erkennbar. Besonders interessant wird es, wenn man mit den Wachsfarben abwechselt. Schneidet man nämlich die Kerze am Schluss an erscheinen richtig schöne Regenbogenfarben.

Trotz der Kälte im Kerzenatelier spürte man den Feuereifer, mit dem gearbeitet wurde. Oft packten auch Mama, Papa oder die Oma die Lust, auch eine Kerze zu ziehen, was den Kindern natürlich besonders viel Freude machte. Nachdem so ein Wachskunstwerk fertig verziert und standhaft gemacht war, wurde es dick eingepackt, damit auf dem Heimweg auch ja nichts zu Bruch geht. Auf die Frage, wem es die Kerze schenken werde antwortete ein Mädchen verschmitzt: «I globe i bhalt sie fö mii sölber.»

Die Möglichkeit zum vergnügten Kerzenziehen besteht noch an zwei weiteren Wochenenden und zwar am 9./10 und 16./17 Dezember, jeweils von 11-17 Uhr.

Weitere Artikel

  • (Symbolbild: fotolia)

Schreibe einen Kommentar