Buebegässschau in Schwellbrunn

Ausgerechnet zur Geissschau hat die für Oktober aussergewöhnliche Wärme das Appenzellerland «Chlapfaatig» verlassen. Stattdessen erwachte der Tag tiefgrau, nass und mit fast eisigen Temperaturen. Nichtsdestotrotz hörte man es in Schwellbrunn weitherum fröhlich zaure, denn die Gässbuebe machten sich mit ihren gestriegelten, schneeweissen Geissen auf den Weg zum Schauplatz beim «Eisige».

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

  • (Bilder: Monika Schmid)

    (Bilder: Monika Schmid)

Sauber herausgeputzt kamen sie alle daher, die braunen Hosen und die handgestrickten «Lismer» wie auf den Leib geschnitten, das grüne «Hüetli» keck mit einer Feder geschmückt, dazu trugen die meisten Militärschuhe. Wanderschuhe, womöglich noch mit bunten Streifen, seien zum «Sennehäss ebe nüd ase schö» erklärte einer der grösseren Buben.

Die reinste Augenfreude bot sich auf dem Platz. Und Ohrenschmaus kam auch noch hinzu – denn singen und zauren können «die Buebe», dass einem «grad s’Augewasser chont» wie es ein Grossvater träf beschrieb.

Alle Hände voll zu tun

Mit Feuereifer wurden die Tiere angebunden, gestriegelt und gebürstet, auch der Durst wurde noch gelöscht und schon ging es mit dem Punktieren los. Experte Kurt Meili aus Mosnang hatte sofort alle Hände voll zu tun und gebannt hörten die «Gässbuure» und auch «Gässbürinne» seinen Ausführungen zu.

Danach ging es in die Mittagspause, die man gern in der sauber hergerichteten Remise verbrachte. Dort duftete es herrlich nach Heu und Stroh und die gebratenen Würste mussten nicht lange auf hungrige Abnehmer warten, ebenso wenig wie das Kuchenbuffet, das von Müttern und Grossmüttern reich bestückt worden war. Immer wieder stimmten die Buben ein Zäuerli an, entweder am Tisch oder gerne auch im grossen Kuhstall wo es besonders schön klang.

Tolle Zusammenarbeit

So wurde es rasch Zeit für die Prämierungen. Der Experte zeigte sich begeistert über die tolle Zusammenarbeit mit den jungen «Gässbuurelüüt». Das sei schon am Morgen «Schlegl a Wegge» vorwärts gegangen mit losbinden, präsentieren, punktieren und wieder zurückzubinden. Man spüre ihre grosse Freude an den eigenen Ziegen, die sie entsprechend liebevoll und auch fachmännisch hervorragend betreuen. Ein grosses Kompliment gelte ihnen ebenso für die grossartige Arbeit, die sie für ihre unvergleichlich schöne «Gässschau» geleistet haben. Wobei sich selbstverständlich die Eltern für ihre Unterstützung aus dem Hintergrund, auch das ganze Jahr über, ebenfalls angesprochen fühlen dürfen und sollen.

Sieg bei der letzten Teilnahme

Trotz der giftigen Bise, aber immerhin ohne Regen, hatte sich erfreulich viel Publikum um den Ring versammelt. Stolz führten die Gässgoofe ihre Lieblinge im Kreis, gespannt darauf, ob es für einen vorderen oder gar ersten Platz reichen wird. Zur «Miss Schwellbrunn» gekürt wurde eine Geiss von Ueli Schläpfer. Dieser freute sich riesig und gerührt, weil die diesjährige «Buebegässschau» für ihn nämlich die letzte als Teilnehmer war. Denn, wenn man in die Lehre kommt, ist man ja kein «Bueb» mehr.

Kaum war das letzte, fast wehmütige Zäuerli verklungen kam die Zeit «zom Abloh». Dunkle Wolken verhiessen nichts Gutes und schon bald regnete es in Strömen. Dennoch, oder jetzt erst recht, verliessen die kleinen und grösseren «Gässbuure- ond Bürinne» mit ihren Ziegen den Schauplatz mit fröhlichem «Zaure». Soviel Regengrau kann es nämlich gar nicht geben, das den Schwellbrunner «Buebe ond Määtle» ihre «Gässfreud» vergällen könnte!

22
3

Weitere Artikel

Schreibe einen Kommentar