Brigitte Fritsche-Schmid kommt für Franz Dörig

An der Kirchhöri Haslen-Stein am Freitagabend im Pfarreisaal Haslen galt es, Präsident und Kirchenpfleger neu zu wählen.

  • Brigitte Fritsche-Schmid wurde als Nachfolgerin für Präsident Franz Dörig (zweiter von rechts) gewählt, auf Geri Breu (rechts) folgt Peter Inauen als neuer Kirchenpfleger. (Bild: Tommaso Manzin)

    Brigitte Fritsche-Schmid wurde als Nachfolgerin für Präsident Franz Dörig (zweiter von rechts) gewählt, auf Geri Breu (rechts) folgt Peter Inauen als neuer Kirchenpfleger. (Bild: Tommaso Manzin)

Der fünfköpfige Kirchenrat ist nach dem Rücktritt von Präsident Franz Dörig und Kirchenpfleger Geri Breu wieder komplett. Brigitte Fritsche-Schmid wurde als Nachfolgerin fürs Präsidium gewählt, auf Geri Breu folgt Peter Inauen aus Haslen als neuer Kirchenpfleger. Aktuar und Vizepräsident Sepp Neff wurde bestätigt, im Amt bleiben auch Marco Gschwend und Peter Sutter. Als Gast anwesend war auch Standespfarrer Lukas Hidber. Von der Seelsorgeeinheit war zudem Seelsorger Johannes Epp zugegen, Pfarreibeauftragter von Haslen.

Haslen bildet mit Schlatt einen Bezirk und eine Schulgemeinde, kirchlich gehört Schlatt jedoch zur Kirchgemeinde Appenzell, Haslen zur Kirchgemeinde Haslen-Stein. 

«Kein Rappen geht nach Rom»

Dörig äusserte sich zum Berichtsjahr 2023. Unter anderem habe man beschlossen, die letzten fünf Reihen in der Kirche aufgrund geringer Besucherzahl abzusperren, sagte Dörig ohne viel Bitterkeit und fügte an: «So könnten jene, die noch kommen, dafür näher zusammenrücken.»

Sorgen machen in Haslen-Stein wie in anderen Gemeinden die Kirchenaustritte auch deshalb, weil damit die Steuereinnahmen sinken. Seit der letzten Kirchhöri sind 17 Personen aus der Kirchgemeinde Haslen-Stein ausgetreten. Neben den 2023 ans Licht gekommenen Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche würden auch finanzielle Motive genannt, erklärte Dörig. Äusserungen wie «Schickt doch noch mehr Geld nach Rom» oder «dann erhöht eben die Steuern», seien keine Seltenheit. Dörig stellte klar, dass von den Steuern an die Kirchgemeinde kein Rappen nach Rom abgegeben werde.

Keine Steuererhöhung

Eine Steuererhöhung gab es auch keine an diesem Freitagabend in Haslen: Die Kirchgemeindebürger und -bürgerinnen folgten dem Antrag des Kirchenrates, den Steuerfuss trotz der Sanierung des Pfarrhauses auf dem gleichen Stand zu lassen: für Haslen sind das bei 18 Prozent Einkommen und Vermögen, für Stein 0,56 Einheiten. Auch die anderen Anträge des Kirchenrats wurden abgesegnet. Dazu gehören Jahresrechnung 2023 und Budget 2024, eine neue Lautsprecheranlage für die Kirche und Spenden an die Restauration der Kirche im Kloster Wonnenstein. 

Kath-haslen.ch ist live

Auf die Photovoltaik-Anlage am Pfarrhaus wird wegen Konzessionen an den Denkmalschutz verzichtet, der Betrieb sei dank Erdsonde und Isolation dennoch klimaneutral.

Die neue Internetseite kath-haslen.ch ist aufgeschaltet, darauf sind auch alle Daten der Messen in jeder Pfarrei abrufbar. 

Als letzte Amtshandlung setzte Franz Dörig die nächste Kirchgemeinde auf den Freitag 28. März 2025 fest.

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