Bilder, Objekte und Kleinode im Spital

Im Foyer des Spital Herisau ist eine Ausstellung mit Arbeiten eröffnet worden, die in den Therapieabteilungen des Psychiatrischen Zentrum Appenzell Ausserrhoden (PZA) entstanden. Axel Weiss, Chefarzt des PZA, betonte in seiner Einführung, wie wichtig es gerade für psychisch Kranke sei, ihre Gefühle und Bedürfnisse in anderer Form ausdrücken zu können.

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Die Ausstellung im Foyer des Spital Herisau steht unter dem Titel «Bilder – Objekte – Kleinode» und vereinigt ganz unterschiedliche Arbeiten aus der Kunst-, Ergo- und Aktivierungstherapie im Psychiatrischen Zentrum in Herisau. Die Bilder, zum Teil in grellen aber auch in zurückhaltenden Farben, zeigen sowohl Gegenständliches als auch Abstraktes. Die ausgestellten Objekte sind zum Teil sehr filigran, teils aber auch recht wuchtig. Eine Gruppe von 17 farbigen und unterschiedlich grossen Fischen aus Papiermaché ist im Rahmen einer gemeinsamen Projektarbeit zum Thema Formen und Farben entstanden. Die Vielfalt der ausgestellten Arbeiten verdeutlicht auch die unterschiedlichen Möglichkeiten und Voraussetzungen der gestaltenden Personen in den drei Therapieabteilungen des PZA. «In der Psychiatrie sei es ein wichtiges Ziel, Gefühle und Bedürfnisse in Worte zu fassen und sich mit uns wichtigen Menschen darüber austauschen zu lernen», sagte PZA-Chefarzt Axel Weiss. Dabei spielten Bilder, innere und äussere, ein wichtige Rolle. Das Gestalten äusserer Bilder könne helfen, Dinge auszudrücken, die man nicht in Worte fassen könnte.  
Die musikalisch umrahmte Vernissage am frühen Donnerstagabend stiess auf ein erfreulich grosses Interesse. Unter den Besucherinnen und Besuchern waren auch zahlreiche Frauen und Männer, die ihre in der Therapie im PZA entstandenen Arbeiten interessiert begutachteten; allein, aber auch in Begleitung von Angehörigen und Bekannten. Die Ausstellung im Spital Herisau dauert bis am 1. Juni 2014.

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