BIGNIK-Tuchfragment erstmals gewiesert

Auf dem Michlenberg bei Rehetobel blinkte am Sonntag eine riesige Tuchfläche in Weiss und Rot aus der sattgrünen Herbstwiese.

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Die Gunst der Stunde und das strahlende Wetter nutzend, haben die „Väter“ der BIGNIK-Idee, Frank und Patrik Riklin vom Atelier für Sonderaufgaben, eine Kostprobe dessen geboten, was am Ende daraus werden soll: Ein Picknicktuch aus einzelnen Modulen, das die Fläche von hundert Fussballfeldern bedeckt.

Die Bewohner der Region Appenzell AR-St.Gallen-Bodensee sollen sich als Rohstofflieferanten (rote und weisse Tücher liegen auf fast jedem Estrich) oder aktiv mit Näharbeiten betätigen und so Teil des Projektes werden. Ziel ist es, dass jedem der 252 140 Einwohner der Region zumindest theoretisch sein Platz zugewiesen werden kann, wenn das Picknick denn Wirklichkeit werden sollte.

Patrik Riklin wies am Rande des rot-weissen Mustertuches – bestehend aus 350 Modulen zu vier Tüchern mit einer Gesamtfläche von 2500 m2 – darauf hin, dass die Tuchherstellung in der Ostschweiz eine lange Geschichte hat und daher mit vielen Emotionen besetzt ist. „Indem wir die Menschen der Region zum Mitmachen bewegen, schaffen wir neue Verbindungen zwischen Kette und Schuss. Wir verweben die Region neu.“

Was am Sonntag „gewiesert“ wurde, stellt allerdings erst 0,6 Prozent der angestrebten Fläche dar. Es gibt noch viel zu tun, bis das rund 160-fache, nämlich knapp 50 Hektaren, beisammen sind. Wo und wie sie dereinst ausgelegt werden, steht noch in den Sternen.

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