Bezirk Gonten senkt Steuern

Knapp dreissig Minuten dauerte am Sonntag die Bezirksgemeinde in der Katholischen Kirche Gonten. Die Steuern werden um zwei Prozentpunkte gesenkt. Patrick Manser (Jakobsbad) ist neuer Revisor

  • Alle Entscheidungen werden einstimmig getroffen.        (Bild: Lukas Pfiffner)

    Alle Entscheidungen werden einstimmig getroffen. (Bild: Lukas Pfiffner)

Gegen 150 Personen fanden sich am Sonntagmittag nach coronabedingtem zweijährigem Unterbruch zur Gemeinde des Bezirks Gonten in der Pfarrkirche St.Verena ein. Die Versammlung nahm nicht einmal eine halbe Stunde in Anspruch. Wortmeldungen gab es eine einzige: Als es darum ging, Vorschläge für das Amt des Revisors oder der Revisorin vorzubringen, wurde Patrick Manser (Jakobsbad) genannt. Seine Wahl erfolgte in Abwesenheit und einstimmig.

Die Jahresrechnung mit einem Überschuss von rund 226’000 Franken wurde genehmigt und damit der Rechnungsführerin Ramona Signer und dem Bezirksrat die Entlastung erteilt. Die grössten Abweichungen im Vergleich zum Vorjahr seien im Ertrag sicher die höheren Steuererträge, sagte Hauptmann Urban Fässler. «Beim Aufwand fällt auf, dass ohne die Rückstellung für die Lorettostrasse von 150’000 Franken das Total der Aufwendungen etwa gleich wäre wie im Vorjahr.» Der Bezirksrat sei der Meinung, dass die jetzigen Steuerzahler nicht für die kommende Generation Geld anhäufen müsse – er beantrage deshalb nach acht Jahren die Reduktion von 23 auf 21 Prozentpunkte. «Natürlich haben wir den Aufwand für den Neubau des Sportplatzes im Hinterkopf. Aber wir sind überzeugt, dass die Erstellung grösstenteils mit eigenen Mitteln bewerkstelligt werden kann.» Die Versammlung befürwortete die Senkung einstimmig. Urban Fässler wies darauf hin, dass die finanziellen Mittel, die der Bezirk erhalte, vielleicht einmal nicht mehr reichen werden. «Dann rechnen wir mit Ihrem Verständnis dafür, wieder über eine Steuererhöhung nachzudenken.»

Die Versammlung gedachte am Sonntag zwei verstorbenen Personen: Revisor Ruedi Ramsauer und Dorfpolizist Franz Keller. Trotz seiner Krankheit habe Ramsauer bis zuletzt dem Bezirk und damit der Öffentlichkeit in Gonten wertvolle Dienste erwiesen, sagte Urban Fässler. Franz Keller übte das Amt des letzten Dorfpolizisten von 1966 bis 1995 aus. Der Hauptmann berichtete, dass der Polizist zu Beginn seiner Tätigkeit eine Jahrespauschale von 1000 Franken erhalten habe, dazu gekommen seien 30 Franken pro Rundgang und eine Bussenprovision von 5 respektive 10 Franken.

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