Berufsinformationszentrum in Appenzell erneuert

Bis Ende des letzten Jahres fristete das Berufsinformationszentrum (BIZ) im Ostflügel des Gymnasiums in Appenzell ein ziemlich mickriges Dasein; Platz fand nur das Allernötigste. Inzwischen hat sich die Situation grundlegend gebessert: Am Freitag konnte das neue, grosszügige Berufsinformationszentrum ab 17 Uhr von allen Interessierten besichtigt werden.

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Das «alte BIZ» war im zweiten Stock dort untergebracht, wo es gerade Platz fand. Und das war im Gang. Die Beschränkung auf das, was einfach unumgänglich nötig ist, war nicht Spartugend, sondern ein unangenehmer Zwang, den man unbedingt ändern wollte. Der ganze Bereich der Berufsberatung ist enorm wichtig, und das «neue BIZ» soll zu einem Kompetenzzentrum bei der Erfüllung dieser Aufgabe werden. Als sich die Möglichkeit ergab, das Meditationszimmer umzunutzen, setzte man das Vorhaben in die Tat um. Das Zimmer – es liegt ebenfalls im zweiten Stock des Ostflügels vom Gymnasium Appenzell und gehört zum Amt für Berufsbildung und Berufsberatung – wurde renoviert und zu einem Berufsinformationszentrum mit allen notwendigen Einrichtungen ausgebaut. Für das BIZ zuständig ist Ausbildungsberaterin Martina Bertsch-Streuli. Sie ist seit Januar im Innerrhoder Erziehungsdepartement tätig. Ihr Aufgabengebiet bildet die Nahtstelle zwischen Oberstufe und beruflicher Grundbildung. Zum Pflichtenheft gehören auch Informationsanlässe, das Berufswahlforum und die Berufswahlwoche. Leiter des Amtes für Berufsbildung und Berufsberatung ist Werner Hugener. Umittelbar beim BIZ untergebracht ist zudem der Raum Berufsberatung für Jugendliche und Erwachsene. Dort wirkt Berufsberaterin Eva Feierabend. Terminvereinbarungen sind über das Sekretariat zu treffen. Dafür ist bis Ende Juni noch Sarah Walt, nachher Ursulina Kölberner zuständig. Die Erfolgsquote in der Berufswahl in Innerrhoden ist erfreulich hoch. Bis Ende Juni, Anfang Juli finden meistens höchstens zwei bis drei Prozent der Berufseinsteiger keine Lehrstelle. Bei diesen muss man dann ganz konkret ein Brückenangebot ins Auge fassen. So eine Überbrückung kann darin bestehen, dass ein weiteres Schuljahr angehängt wird. Meistens bewährt sich allerdings eine Kombination von Schule und Praktikum noch besser. «Etlichen Jugendlichen tut so ein zusätzliches Jahr bis zum Berufseinstieg durchaus gut in ihrer Etnwicklung. Insgesamt kann man sagen: Die Brückenangebote dazugerechnet, finden wir eigentlich jedes Jahr für alle Schulabgänger eine befriedigende Lösung», erklärt Werner Hugener.

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