Berggasthaus «Alter Säntis» ist 175 Jahre alt

Appenzeller Wahrzeichen ist der Säntis, auf dessen Spitze sich die Kantone Ausser- und Innerrhoden sowie St.Gallen treffen. Hier baute der 35-jährige Innerrhoder Jakob Dörig im Vorsommer 1846 eine einfache Schutzhütte. Damit begründete er eine grosse, heute 175 Jahre alte Tradition.

  • Die vor 175 Jahren eröffnete Unterkunft auf dem Säntis war eine überaus bescheidende Hütte, die bei Wetterumschlägen und frühem Einnachten Schutz gewährte. (Bildrepro: Peter Eggenberger)

    Die vor 175 Jahren eröffnete Unterkunft auf dem Säntis war eine überaus bescheidende Hütte, die bei Wetterumschlägen und frühem Einnachten Schutz gewährte. (Bildrepro: Peter Eggenberger)

«Wo eingekehrt werden kann, herrscht Betrieb». Diese Tatsache bewahrheitete sich auch auf dem 2502 Meter hohen Säntis, und der grosse Zulauf an Berggängern führte verschiedentlich zu Erweiterungen der anfänglich überaus bescheidenen Gast- und Nächtigungsstätte. Für zusätzlichen Aufschwung im mittlerweile stark vergrösserten Gasthaus sorgte die am 1. September 1882 eröffnete Wetterwarte.

Schon vor über hundert Jahren wurde der Wunsch nach einer Säntisbahn laut. Verschiedenste Projekte wurden geprüft, und am 31. Juli 1935 war es so weit: Die Luftseilbahn Schwägalp – Säntis wurde in Betrieb genommen. Familie Dörig erweiterte das Gasthaus erneut, das mit der Bahn samt neuem Restaurant zum «Alten Säntis» mutierte. 1972 übernahmen Hans und Maria Manser-Inauen den lebhaften Betrieb auf dem Säntis, und seit 2004 zeichnen Sohn Ruedi und Schwiegertochter Claudia Manser-Abderhalden für das gastliche Haus mit der grossen Tradition verantwortlich.

In den letzten Jahren erfolgte eine Reihe von Ausbauten und infrastrukturellen Verbesserungen. Wie ihre Vorgänger haben es auch die heutigen Wirtsleute verstanden, alt und neu auf eindrückliche Art zu verbinden und den einzigartigen Charakter des Berggasthauses «Alter Säntis» zu bewahren.

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