BEG beklagt «Treten an Ort»

Oberhalb des Bahnhofs und damit an zentraler Lage verfügt die Bauland Erschliessungs AG (BEG) über eine Landreserve, die teilweise eingezont ist. Seit Jahren möchte die BEG den Weg für eine Überbauung ebnen. Bis auf weiteres aber ist Treten an Ort angesagt.

  • Aktive Walzenhauser Bauland Erschliessungs Aktiengesellschaft (BEG): In der ersten Hälfte der 1990er Jahre entstanden unterhalb des Hotels Walzenhausen (früher Kurhaus-Bad) Mehrfamilienhäuser. (Bild: Peter Eggenberger)

    Aktive Walzenhauser Bauland Erschliessungs Aktiengesellschaft (BEG): In der ersten Hälfte der 1990er Jahre entstanden unterhalb des Hotels Walzenhausen (früher Kurhaus-Bad) Mehrfamilienhäuser. (Bild: Peter Eggenberger)

Ziel der 1980 gegründeten BEG ist die Erschliessung von Bauland, um entsprechende Parzellen anbieten zu können. Mit dem 1995 erworbenen Areal rund um das einstige Stickereigebäude «Holzkirche» oberhalb von Bahnhof und Gemeindehaus steht im Dorfzentrum attraktives Baugebiet zur Verfügung. Allerdings ist das grosse Grundstück nur teilweise eingezont. Eine vollständige Einzonung bedingte eine BEG-interne Umlagerung des jetzt noch eingezonten Bereichs oberhalb der Kirche auf das bis jetzt nicht eingezonte Gebiet westlich der Holzkirche in Richtung Nord.

Neuauflage des Zonenplans 

«Die Neuauflage des Zonenplans und die damit verbundenen Einsprachemöglichkeiten führen erneut zu einer Verzögerung von unbestimmter Dauer. Eingeschränkt wird die BEG aber auch von den Plänen der Zentrumsentwicklung rund um den Bahnhof und das leerstehende Kurhaus, wobei hier noch keine konkreten Massnahmen vorliegen», führte BEG-Verwaltungsratspräsident Clemens Wick in seinem Geschäftsbericht aus. «Wir möchten mit dem Areal ‹Holzkirche› vorwärts machen, aber die Hände sind uns leider bis auf weiteres gebunden. Also ist weiterhin Treten an Ort angesagt.»

Betriebskonzept für das Kurhaus?

Eine optimale Zentrumsgestaltung bedingt das Mitwirken aller Grund- und Liegenschaftseigentümer. Nebst der BEG ist das Kurhaus (heute Hotel Walzenhausen) von entscheidender Bedeutung. «Leider liessen sich die Kurhaus-Eigentümer für den wichtigen Prozess bislang kaum gewinnen. Jetzt aber hat Familie Kumar einen in der Region ansässigen Sachverständigen mit der Erarbeitung eines Betriebskonzepts beauftragt, so dass vielleicht mittelfristig Bewegung in die Sache kommt», wird Gemeindepräsident Michael Litscher in der Appenzeller Zeitung vom 15. November zitiert.

Spürbare Ungeduld

An der am Dienstag im Restaurant Gambrinus durchgeführten, von 13 Aktionären besuchten Generalversammlung fielen deutliche Worte des Missmuts und der Ungeduld. «Im Walzenhauser Zentrum fehlen ganz klar zeitgemässe Wohnungen. Damit erfolgt kein Zuzug, und ältere Bewohner wandern in andere Gemeinden ab. Wir wollen jetzt endlich vorwärts machen, werden aber seit Jahren blockiert», hiess es in der Umfrage. Die statutarischen Traktanden wurden zügig erledigt, und mit Clemens Wick (Präsident), Urs Züst (Vize), Martin Frischknecht (Aktuar), Erwin Steingruber, Martin Künzler und Orlando De Martin wurde der Verwaltungsrat einstimmig wiedergewählt. Bestätigt wurde auch die Revisionsstelle Triade Treuhand AG.

Mehrfamilienhäuser im Grund

Die BEG war in der Vergangenheit erfolgreich aktiv. Im Gebiet Grund-Loch unterhalb des Hotels Walzenhausen wurde Bauland erworben und erschlossen. In der Folge entstanden hier ab 1990 Einfamilien- sowie Mehrfamilienhäuser, nachdem ein Teil der Parzellen an die Ausserrhoder Pensionskasse des Staatspersonals und der Lehrer verkauft worden war. Die damals von alt Gemeindehauptmann Hugo Knoepfel präsidierte BEG reagierte damit auf die 1993 eröffnete Rheinburg-Klinik, deren Beschäftigte teilweise den Wohnsitz nach Walzenhausen zu verlegen gedachten.

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