Bedenken wegen des BSE-Risikos

Die Standeskommission unterstützt die vom Bund vorgeschlagene Verordnungsänderung zur Liberalisierung der Verwertung von tierischen Nebenprodukten für Futtermittel weitgehend. Jedoch befürchtet sie ein Ansteigen des Risikos für neue BSE-Fälle.

  • Bestimmte tierische Proteine sollen unter strengen Bedingungen wieder in der Tierfütterung eingesetzt werden dürfen. (Bild: Archiv app24/rr)

    Bestimmte tierische Proteine sollen unter strengen Bedingungen wieder in der Tierfütterung eingesetzt werden dürfen. (Bild: Archiv app24/rr)

Der Bund möchte auf der Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse die bisherigen Vorschriften zur Verwertung tierischer Nebenprodukte für Futtermittel liberalisieren. Gleichzeitig sind strenge Sicherheitsmassnahmen vorgesehen, die dem bisherigen grossen Einsatz bei der Bekämpfung der Rinderseuche BSE Rechnung tragen sollen.

Die Standeskommission begrüsst laut Mitteilung die Anpassungen im Grundsatz, da sie die Verwendung von tierischen Proteinen in der Fütterung von Nutztieren als ökologisch sinnvoll hält. Adäquate Sicherungsmassnahmen erscheinen ihr jedoch zentral, um einen erneuten Ausbruch von BSE zu vermeiden. Die Standeskommission befürchtet denn auch, dass die vom Bund vorgeschlagene sehr komplexe Regelung für die Wiedereinführung von Tiermehl als Futtermittel das Risiko eines erneuten Ausbruchs von BSE zwar begrenzen, aber wegen der Fehleranfälligkeit der vorgesehenen Massnahmen nicht genügend ausschliessen könnte. Wie sie in ihrer Mitteilung zum Ausdruck bringt, würde es die Standeskommission begrüssen, wenn über die vorgesehene Regelung hinaus Einrichtungen, die mit tierischen Proteinen Futtermittel herstellen dürfen, nur mit Produkten aus einer einzigen Tierart arbeiten dürften. Dies würde das Gesundheitsrisiko vermindern und die Kontrolle vereinfachen, so die Standeskommission.

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