Bauer wegen Tierquälerei verurteilt

Zu einer teilbedingten Geldstrafe von insgesamt 7650 Franken und einer Busse von 10'000 Franken hat das Aus­serrhoder Kantonsgericht einen 51-jährigen Bauern und Viehhändler wegen mehrfacher Tierquälerei und Verstössen gegen das Tierschutzgesetz verurteilt.

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Der Anwalt des Bauern aus dem Vorderland hat sofort nach der Urteilsverkündung Berufung angekündigt. Der bereits fünf Mal wegen derselben Delikte vorbestrafte Bauer wurde zu 90 Tagessätzen von 85 Franken verurteilt. Davon werden 45 Tagessätze bedingt aufgeschoben, bei einer Probezeit von fünf Jahren – der maximalen Dauer. Die Verfahrenskosten werden dem Verurteilten zu drei Fünfteln auferlegt; zu zwei Fünfteln gehen sie zu Lasten des Staats.
Der Kantonstierarzt hatte den Bauern mehrmals verzeigt. Bei unangemeldeten Kontrollen stellte der Kantonstierarzt schwerwiegende Verstösse fest. Die Tierverkehrsdatenbank des gewerbsmässigen Viehhändlers war «mehr als nur mangelhaft geführt». Von 147 Rindern waren nur 116 registriert. 50 waren registriert, waren aber nicht auf dem Betrieb. Andere Angaben waren schlicht falsch.
Der Kantonstierarzt entdeckte viele kranke, verletzte und vernachlässigte Tiere. Einige litten offensichtlich stark. Der Bauer und sein Gehilfe könnten die Gesundheit der vielen Tiere auf dem Hof gar nicht gewährleisten, befand der Kantonsveterinär.

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