Austausch mit Flüchtlingen und Asylsuchenden

Für die gesamte Schulgemeinde Appenzell fand eine Weiterbildung zum Thema «Geflüchtete und Asylsuchende – Schule als sicherer Ort» statt. So versammelten sich Lehrer der Zyklen 1 bis 3, die Schulleitungen, Mitarbeiter der Schulverwaltung sowie Schulbusfahrer und Hauswartteams in der Aula Gringel, wo das Appenzeller Echo zusammen mit Goran Kovacevic musikalisch auf den Tag einstimmten.

  • Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über das Asylwesen in Appenzell Innerrhoden.

    Die Teilnehmenden erhielten einen Überblick über das Asylwesen in Appenzell Innerrhoden.

  • Das Appenzeller Echo musizierte mit Goran Kovacevic als Einstieg in den Tag.

    Das Appenzeller Echo musizierte mit Goran Kovacevic als Einstieg in den Tag.

  • Gastreferent Stefan Gander vom Verein tipiti.

    Gastreferent Stefan Gander vom Verein tipiti.

  • Die Teilnehmer erhielten einen Überblick über das Asylwesen in Appenzell Innerrhoden.

    Die Teilnehmer erhielten einen Überblick über das Asylwesen in Appenzell Innerrhoden.

  • Das Mittagessen – zubereitet von Personen des Asylzentrums.

    Das Mittagessen – zubereitet von Personen des Asylzentrums.

  • Ein Workshop fand im Asylzentrum statt.

    Ein Workshop fand im Asylzentrum statt.

  • Austausch mit direkt betroffenen Jugendlichen.

    Austausch mit direkt betroffenen Jugendlichen.

Um auch den Austausch unter den unterschiedlichen Stufen und Teams zu fördern, wurden Gruppen über den ganzen Tag immer wieder neu gemischt. So lernte man bereits zum Weiterbildungsstart Personen neu oder besser kennen.

Nach einem Inputreferat von Stefan ­Gander vom Verein tipiti zu den Themen Asylverfahren, Kulturschocktheorie und Traumatisierung verteilten sich die Teilnehmer auf verschiedene Workshops. Über den Tag konnten vier von zwölf Workshops besucht werden, welche vorgängig anhand einer Wunschliste jedes Teilnehmers zugeteilt wurden.

Neben ernsten Gesprächen mit geflüchteten Minderjährigen oder einem Besuch im Asylzentrum gab es auch Inputreferate zu den Themen «Neue Autorität» und «Zukunft der Schule – Schule der Zukunft». Zusammen mit Einblicken ins Aikido, ­Yoga, Ukulelespielen und in die Welt der Ornamente wurde den Teilnehmenden ein abwechslungsreiches Programm geboten.

Auch das Mittagessen stand ganz im Zeichen verschiedener Kulturen. Vom Asylzentrum wurde ein Buffet mit leckeren Speisen aus aller Welt auf die Beine gestellt.

Am Nachmittag wurden die Gruppen erneut gemischt und erfuhren beispielsweise etwas aus der Praxis der Psychotraumatologie der Gravita SRK oder fragten sich ob Schule, Bildung und Erziehung anderswo komplett anders oder doch nicht ganz unbekannt sind. Ein Besuch der Fachstelle Integration im Hoferbad stand ebenso zur Auswahl.

Was den Teilnehmern aber sicherlich in Erinnerung bleiben wird, sind die bewegenden Gespräche mit den Direktbetroffenen. So gaben in einem Workshop Flüchtlinge Auskunft über ihre Erfahrungen auf dem Fluchtweg bis nach Appenzell, während in einem anderen Schulzimmer Schülerinnen und Schüler aus der Ukraine, aus Pakistan, Afghanistan, dem Sudan und der Türkei erzählten wie es ihnen in der Schule in Appenzell geht. Dank einer Austausch- und Feedbackrunde zum Abschluss des Tages erfuhren die Teilnehmer auch das Wichtigste aus den Workshops, welche sie nicht besuchen konnten.

Mit all den gesammelten Eindrücken und vielen unterschiedlichen Sichtweisen wurden die Mitarbeiter der Schulgemeinde Appenzell verabschiedet.

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