Ausserrhoden will unkomplizierten Zubau von Solaranlagen ermöglichen

Solaranlagen sollen bei der Erzeugung von Strom und Wärme künftig eine bedeutende Rolle in Appenzell Ausserrhoden spielen. Um den Zubau von Solaranlagen zu vereinfachen, erlaubt das eidgenössische Raumplanungsgesetz unter bestimmten Vorgaben eine Befreiung von der Baubewilligungspflicht. Das kantonale Amt für Umwelt hat dies in einem Leitfaden konkretisiert.

  • (Symbolbild: bigstock)

    (Symbolbild: bigstock)

Der Ausbau von erneuerbaren Energien gehört zu den wichtigsten energiepolitischen Zielen von Appenzell Ausserrhoden. Dabei setzt das kantonale Energiekonzept stark auf die Solarenergie: Solaranlagen sollen bei der Erzeugung von Strom und Wärme eine bedeutende Rolle im Kanton spielen. Die Ausserrhoder Solarpotenzialkarte zeigt, dass die vielen Dachflächen in der Bau- und Landwirtschaftszone prädestiniert sind, einen wesentlichen Beitrag an die Energieversorgung zu leisten.

Leitfaden schafft Klarheit

Um den Zubau von Solaranlagen auf Dächern zu vereinfachen, erlaubt die eidgenössische Raumplanungsgesetzgebung bei Einhaltung bestimmter Vorgaben bei der Gestaltung sowie der Positionierung der Anlage auf dem Dach eine Befreiung von der Baubewilligungspflicht. Vor allem bezüglich Gestaltung bedürfen insbesondere die Begriffe «kompakt» und «zusammenhängend» aber einer Konkretisierung, um eine möglichst einheitliche Auslegung zu gewährleisten. Der neue Leitfaden für Solaranlagen schafft Klarheit bezüglich der konkreten Anforderungen. Damit wird kantonsweit eine einheitliche Beurteilung angestrebt, bei welchen Projekten eine Baubewilligung erforderlich ist respektive in welchen Fällen die Meldepflicht ausreicht. Ziel ist es, dass möglichst viele Solaranlagen nach erfolgter Meldung an die zuständigen Behörden rasch und unkompliziert realisiert werden können. Aber auch diese Anlagen sollen minimalen gestalterischen Anforderungen genügen.

Rechtssicherheit garantieren

Auch weiterhin wird aber für viele Solaranlagen aus unterschiedlichen Gründen ein Baubewilligungsverfahren notwendig sein. In diesen Fällen haben es die Gemeinden in der Hand, den Bau von Solaranlagen zu unterstützen, indem sie die Bauherrschaft gut beraten, die Projekte wohlwollend beurteilen und die Verfahren möglichst zügig und kostengünstig abwickeln. Der Bauherrschaft kommt dabei zusätzlich zugute, dass das Baubewilligungsverfahren eine hohe Rechtssicherheit garantiert – ein klarer Vorteil gegenüber den bloss meldepflichtigen Anlagen.

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