Ausserordentliches Düngefenster vom 6. bis 9. Februar

Aufgrund der milden Witterung öffnet das kantonale Amt für Umwelt vom 6. bis zum 9. Februar ein Düngefenster.

  • (Bild: Archiv app24 / H9)

    (Bild: Archiv app24 / H9)

Im Kanton Appenzell Ausserrhoden gilt im Zeitraum von Mitte November bis Mitte Februar ein grundsätzliches Düngeverbot für den Austrag von flüssigem Dünger wie etwa Jauche. Pflanzen stellen während dieser Zeit normalerweise ihr Wachstum ein. Es gilt die Vegetationsruhe.

Das Amt für Umwelt (AfU) Appenzell Ausserrhoden hat die Möglichkeit, ein sogenanntes Düngefenster zu öffnen, durch das ein Austrag auch während dieses Zeitraums möglich ist. Ein Düngefenster entsteht, wenn die Tagesmitteltemperatur während sieben aufeinanderfolgender Tage auf über 5 Grad Celsius steigt, erklärt das AfU in einer Medienmitteilung. Nach einer solchen Phase sei davon auszugehen, dass die Pflanzen wieder wachsen und Nährstoffe aufnehmen können. Die anhaltende aussergewöhnlich warme Witterung der letzten Tage reiche nun aus, um für den Zeitraum vom 6. bis zum 9. Februar ein kurzes Düngefenster zu öffnen.

Mit zunehmender Höhe und in schattigen Lagen bleibt die Möglichkeit für den Austrag von Flüssigdüngern weiterhin eingeschränkt. Um das Temperaturkriterium sicher einhalten zu können, empfiehlt es sich deshalb, einen allfälligen Düngeraustrag auf südseitigen Flächen unter 1000 Metern zu prüfen. Mit einem massvollen Düngeaustrag können Betriebe mit knapper Lagerkapazität nach dem niederschlagsreichen Winter entlastet werden. Nach dem 10. Februar zeigen die aktuellen Wettermodelle wieder eine Abkühlung mit Tagesmitteltemperaturen unter 5 Grad Celsius. Das AfU rät in seiner Pressemitteilung deshalb, nach Ablauf des aktuellen Düngefensters mit einem nächsten Austrag bis zur nächsten warmen Witterung im Frühling zu warten.

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