Ausfall der Nationalbankgelder kann nicht aufgefangen werden

Trotz der fehlenden Ausschüttung der Schweizerischen Nationalbank und weiter steigenden Gesundheitskosten schliesst die Innerrhoder Staatsrechnung 2023 um 1,3 Millionen Franken besser ab als budgetiert.

  • Säckelmeister Ruedi Eberle stellte in Appenzell am Mittwochmorgen die Innerrhoder Staatsrechnung 2023 vor. (Bild: Tommaso Manzin)

    Säckelmeister Ruedi Eberle stellte in Appenzell am Mittwochmorgen die Innerrhoder Staatsrechnung 2023 vor. (Bild: Tommaso Manzin)

Das operative Ergebnis der Staatsrechnung 2023 weist einen Aufwandüberschuss von 7,2 Millionen Franken aus. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 8,6 Millionen Franken. «Trotz anhaltend guten Steuereingängen fehlt uns 2023 der Gewinnanteil der Schweizerischen Nationalbank für einen positiven Abschluss», hält Säckelmeister Ruedi Eberle fest. Erstmals seit über 20 Jahren weist die Staatsrechnung von Appenzell Innerrhoden ein Defizit von 3,6 Millionen Franken aus.

Das ausserordentliche Ergebnis ist durch die Auflösung der in früheren Jahren gebildeten Zusatzabschreibungen in der Strassenrechnung und der Auflösung von Vorfinanzierungen in der Verwaltungs- und Strassenrechnung bestimmt.

Der Aufwandüberschuss von 3,6 Millionen Franken wird dem Eigenkapital belastet. Dieses beträgt per 31. Dezember 2023 168 Millionen Franken. Die Nettoinvestitionen von 12,1 Millionen Franken konnten laut der Medienmitteilung des Finanzdepartements Appenzell Innerrhoden nicht aus den erwirtschafteten Mitteln finanziert werden. Die wichtigsten Kennzahlen der Staatsrechnung würden kein durchwegs positives Bild zeigen, widerspiegelten aber dennoch die solide Finanzlage des Kantons. Die finanzielle Basis sei gesund, sodass die anstehenden Investitionen angegangen werden könnten, heisst es in der Medienmitteilung.

Der Grosse Rat berät die Staatsrechnung 2023 anlässlich der Session vom 25. März 2024.

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