Auf dem Tanzboden im Hecht sorgten Baazlis Franz Freunde für Stimmung

Der Hechtsaal füllte sich mit lebenslustigen Masken. Der Anlass zählt 77 Lenze und war als «faschned-losi» wieder taufrisch und ein Jungbrunnen.

Am 8. Februar 1947 war im Volksfreund zu lesen: «Wenn man die 70 und mehr auf dem Rücken hat, sehnt man sich (…) ein Plauderstündchen verbringen zu können. Gerade dieser Gedanke bewegt den Schreibenden zu folgendem Antrag: Besammlung auf Sonntag, den 16. Februar 1947, mittags punkt 2 Uhr im Gasthaus Säntis, (…) Programm von Fall zu Fall.»

Start als Trachten-Anlass

Der 16. Februar war 1947 der Sonntag vor Aschermittwoch und in der Samstagsausgabe davor unterhielten sich Bisch und Jok über die Vorbereitungen ihrer Frauen: «Grad ischt s’Wib au no di e ond ander ge froge, öbs au gäng, und was för e Tracht si trägi.». So startete der Traditionsanlass als Trachtenanlass, den in 77 Jahren nur Corona 2021 und 2022 ausfallen liessen und anno 1988 und 2002 die (zu) späte Saalreservation vereitelte.

Die Alters-Untergrenze sank

Während Jok dem Bisch 1947 seiner Gattin Worte resümierte: «E Jede und e Jedi vo 60 ond mehr johr seiidi fründlich iglade, ond der Aelteste oder Aeltist chömid no e Gschenkli öber.» So wurde 2006 gedichtet: «Seniore-faschned – en neue Name / Alters-Fescht da säät me nome. (…) Wennt föfzg Johr höndede hescht / chom ond mach mit a’dem Fescht.» Die «Seniore-faschned» wechselte als «Maskenball Ü50» ab 2012 in den Hecht-Saal: die Maschgere hatten die Trachten verdrängt. Und als es jene zu bunt trieben, fand der herzerfrischende Anlass unter Präsident Johann Fritsche-Wetter (2014 bis 2020) gsunntiged statt. Was blieb: die rondi Musig und der Tanz.

Auch an der zweiten Nach-Corona-Ausgabe, die von Vreni und Johann Baptist-Neff – sie führten die Verkleidung wieder ein – mit dem neuen Namen «Faschned-losi» versehen wurde. Es kamen 80, um dem unverwüstlichen Franz Manser (Baazlis Franz, Akkordeon) und seinen Freunden zu lauschen, das Tanzbein zu schwingen, und im Schick-Tanz ihr Geschick zu beweisen.

Preise gingen nicht mehr an die Ältesten, wurden nicht in einer Tombola verlost, sondern gingen an die schönsten Masken. Prämiert wurde Mägi Gmür, die auch gleich noch neues Mitglied wurde. Auch wird man von Vreni Neffs und Ida Kosters Schnitzelbank, die Premiere hatte, noch da und dort hören dürfen.
So ist die erste «Faschned-Losi» – wie Figura zeigt – gut gestartet: Auf Wiedersehen 2025.

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