AR°AI 500: Das Fest ist lanciert

Am frühen Freitagabend füllte sich die Evangelische Kirche in Heiden mit geladenen und Zaungästen, die den Auftakt zur 500-Jahrfeier hautnah miterleben wollten. Im Festzelt auf der Seeallee gab man sich kulinarischen Genüssen hin.

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Im Zentrum der Eröffnungsfeier standen die Ansprachen der Landammänner Hans Diem (AR) und Carlo Schmid-Sutter (AI). Sie streiften mehr Verbindendes als Trennendes und gaben ihrer Hoffnung Ausdruck, dass man sich im Laufe des Jahres noch näher komme. Diem stellte fest, dass erst die 400-jährige Mitgliedschaft in der Eidgenossenschaft (1913) offiziell gefeiert worden sei, als die Staaten ihr nationales Bewusstsein besonders pflegten. Das soll auch im Jubeljahr 2013 geschehen. Das Fest ist so angelegt, dass kein Kantonseinwohner aussen vor bleiben muss, wenn er es nicht ausdrücklich will. Schmid-Sutter stellte fest, dass Trennendes in der Geschichte zu suchen ist. „Wir sollten dieses Jahr benützen, uns gegenseitig besser kennen zu lernen“, sagte der Innerrhoder Landammann, „aus barem Interesse am Nachbarn.“ Das dürfe nicht zu einer gegenseitigen Buchprüfung werden, denn „wir wollen uns ja nicht bewerten, wir wollen uns verstehen.“ Umrahmt wurde die Feier von festlichen Klängen des Appenzeller Kammerorchesters unter Jürg Surber. Die Autorengruppe überreichte den beiden Landammännern erste Exemplare des Jubiläumsbandes „Zeitzeugen“, der ab sofort im Buchhandel erhältlich ist.

Der kulinarische Teil fand im grossen Festzelt auf der Seeallee statt. Festbier wurde angestochen, Festwein ausgeschenkt, Festbrot und Festwurst fanden reissenden Absatz. Zu guter letzt wurde die Sonderbriefmarke aus der Taufe gehoben, und ein Feuerwerk tat weit herum kund, dass das Appenzellerland in Festlaune schwelgt.

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