«Appezell zue» und «Heimat und Freiheit»

Am Jodlerfest-Sonntag erklangen die beiden Kompositionen von Frowin Neff und Cornelia Kellenberger. Eine krönte den Festgottesdienst, die andere ertönte anschliessend auf dem Kirchplatz. Die Rede ist von der Singmesse «Heimat und Freiheit» und von der Melodie für den Alphorn-Gesamtchor mit dem Titel «Appezell zue».

Der Projektchor, gebildet aus Mitgliedern der Trägervereine, studierte die Singmesse «Heimat und Freiheit» unter der Leitung von Komponist und Dirigent Frowin Neff ein.

Die Gestaltung der Messe war ungewöhnlich – wie man es sich von Frowin Neff eigentlich erwartet. Die instrumentalen Einleitungen, Zwischenspiele und Übergänge, gespielt vom Quartett waschächt+ bereicherten in Abwechslung mit dem Chor die Ausgestaltung der Messe in der randvollen Kirche. Die Komposition kam bei den Messbesucherinnen und -besuchern sehr gut an – der Chor erhielt Standing Ovations.

Aber da war noch eine zweite Komposition, die für das Jodlerfest entstanden ist. «Appezell zue» heisst die Melodie für den Alphorngesamtchor, die Cornelia Kellenberger, bekannt unter anderem durch das Alphorntrio Kellenberger, geschrieben hat. «Ich wollte ein möglichst einfaches Stück schreiben, welches einen typischen Appenzeller Charakter hat. Dieser besteht in einem sehr getragenen Teil mit einem Zäuerli-Charakter und einem tänzerischen Schlussteil, der an ein Chlausezäuerli oder durch den Hornklang auch an Fanfaren erinnert. Ich wollte mich mit dieser Komposition nicht selber verwirklichen und besonders anspruchsvoll schreiben, sondern gerade umgekehrt: Ein Stück, das für alle spielbar ist! Das Ganze basiert auf einem Musikstück, das ich früher einmal für Instrumente der Blasmusik geschrieben und dann für Alphorn umgeschrieben habe», erklärt Kellenberger und fährt weiter: «Wir verfügen ja über weniger Töne mit dem Alphorn. Da musste ich mir schon einiges einfallen lassen.»

20
15

Weitere Artikel

Schreibe einen Kommentar