Appenzeller Kammerorchester sucht neue Leitung

Im Jahr 2002 übernahm Jürg Surber die Leitung des damaligen Kammerorchesters Herisau, 2007 erfolgte die Fusion mit dem Orchester Appenzeller Mittelland zum heutigen Appenzeller Kammerorchester. Nun will er die Leitung auf Anfang 2025 in neue Hände übergeben. Die Stelle wird dieser Tage ausgeschrieben.

  • Der langjährige Leiter des Appenzeller Kammerorchesters, Jürg Surber, gibt seinen Posten Anfang des kommenden Jahres ab. (Bild: zVg)

    Der langjährige Leiter des Appenzeller Kammerorchesters, Jürg Surber, gibt seinen Posten Anfang des kommenden Jahres ab. (Bild: zVg)

Wie das Appenzeller Kammerorchester in einer Medienmitteilung schreibt, habe es sich unter der Leitung von Jürg Surber mit anspruchsvollen Programmen, oft in Verbindung mit literarischen Texten und anderen Bezügen zur Gegenwart und auch abseits des gängigen Repertoires, einen guten Ruf erworben.

Orchester hat sich entwickelt

In einem Interview mit dem elektronischen Newsletter des Orchesters stellt Jürg Surber selber fest, dass sich das Orchester stark entwickelt habe. Insbesondere bei barocker Musik sei – dank der Verwendung von Barockbögen und dem Wissen und der Erfahrung von Konzertmeisterin Christine Baumann – die positive Veränderung gross. Das Vertrautsein mit alter Musik sei in jedem Konzert deutlich hörbar. Surber betont auch die sehr gute Stimmung im Orchester und die grosse personelle Kontinuität. Eine neue Leitung werde aber auch neue Energie und neue Impulse bringen.

Der Vorstand des Orchesters hat einen Wahlausschuss eingesetzt, der mit externer fachlicher Unterstützung das Auswahlverfahren vorbereitet hat und begleiten wird. Gesucht wird eine kreative, engagierte und motivierende Persönlichkeit, welche die gut zwei Dutzend Laienmusikerinnen und -musiker fördert und fordert, mit Einfühlungsvermögen für junge und ältere Mitspielende, einem breiten musikalischen Interesse für verschiedene Stilepochen und wenn möglich einem Bezug zur Appenzeller Volksmusik. Der Verein äussert sich zuversichtlich, bis im Sommer eine neue Dirigentin oder einen neuen Dirigenten vorstellen zu können.

Noch zwei Programme in diesem Jahr

Der Stabwechsel ist auf Anfang 2025 vorgesehen. Bis dahin wird Jürg Surber mit dem Appenzeller Kammerorchester noch zwei Programme erarbeiten: Mitte Juni sind drei Konzerte geplant, in denen ausschliesslich Musik von Komponistinnen zu hören sein wird, darunter das Klavierkonzert in a-moll von Clara Schumann. Zum Abschluss dann Mitte Dezember drei Konzerte zusammen mit dem «chorwald».

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