Appenzeller Heli rettet Leben

Derzeit setzt sich die Helimission mit zwei Helikoptern bei einem SOS-Einsatz nach den verheerenden Verwüstungen auf den Philippinen ein. Die kleinen Helis können landen, wo es kein anderes Flugzeug mehr schafft.

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Seit mehr als vierzig Jahren fliegt die Helimission nicht gewerbsmässig in aller Welt, mit dem Ziel, Menschen in abgelegenen, schwer zugänglichen Gebieten zu helfen, sei es im sozialen, medizinischen oder geistlichen Bereich. Die Helimission ist überkonfessionell und hilft mit ihren Helikoptern in verschiedenen Entwicklungsländern, aber auch bei Katastrophen, wo sie jeweils mit internationalen Hilfsorganisationen zusammenarbeitet.
Seit einer knappen Woche befinden sich zwei Helikopter der Helimission auf den Philippinen. Bei dem ungeheuren Ausmass der Katastrophe wurde neben einem in Indonesien stationierten Helikopter der in Trogen befindliche Heli zerlegt, per Lastenzug nach Luxemburg und von dort per Jumbo-Frachtflieger nach Manila transportiert, weil in den Philippinen derzeit jeder Tag, an dem Wasser, Essen, medizinisches Equipment und Ärzte geflogen werden können, direkt Leben rettet. Die Helimission fliegt auch hier, wie immer in solchen Situationen, an Orte, die von Kleinflugzeugen und grossen Militärhelikoptern nicht erreichbar sind. Besonders kleine Inseln können nur via den leichten Helikoptern versorgt werden. Seit vergangener Woche sind Helimissionsleiter Simon Tanner aus Trogen sowie Piloten und die zwei  Maschinen in Manila, beziehungsweise bereits in der Luft auf dem Weg zu verschiedenen, abgelegenen Orten. Vater Ernst Tanner befindet sich in Trogen. Er weiss aus seiner vierzigjährigen Erfahrung, dass die Helimission vorerst Aufklärungsflüge unternehmen, danach Hilfsgüter und medizinische Teams  auf entlegene  Inseln fliegen wird. Kleine Boote sind auf diesen Inseln, welche fast ausschließlich von Korallenriffen und seichtem Gewässer umgeben sind, schlicht lebenswichtig, weil damit Seegras-Plantagen bewirtschaftet, Handel getrieben und die Versorgung sichergestellt werden. Der gewaltige Sturm zerschlug unzählige  dieser Boote. Viele Insulaner haben nur mit dem überlebt, was sie auf dem Leib trugen. Jetzt fehlt es ihnen an Kleidung, Nahrung, Geld und Werkzeugen, um ihre Boote zu reparieren und wieder Häuser aufbauen zu können. Die Helimission kauft Nahrungsmittel, Planen, Seile, Nägel und Werkzeuge vor Ort ein und verteilt diese dann an Bedürftige auf den Inseln, wo bis heute noch keine Hilfe hingekommen ist.

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